FDP Bremen-Nord hat Fragen zum ehemaligen Kultur- und Verwaltungsgebäude an der Ludwig-Jahn-Straße Turnhalle reif für den Denkmalschutz?

Die Vegesacker FDP macht sich Sorgen um die Turnhalle an der Ludwig-Jahn-Straße. Bleibt sie dem Sport erhalten? Wird sie unter Denkmalschutz gestellt? Oder wird sie gar verkauft? Eine Nachfrage ergab: kein Grund zur Aufregung.
03.11.2012, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Albrecht-joachim Bahr

Die Vegesacker FDP macht sich Sorgen um die Turnhalle an der Ludwig-Jahn-Straße. Bleibt sie dem Sport erhalten? Wird sie unter Denkmalschutz gestellt? Oder wird sie gar verkauft? Eine Nachfrage ergab: kein Grund zur Aufregung.

Fähr-Lobbendorf. Was wird aus der Turnhalle an der Ludwig-Jahn-Straße? Diese Frage stellt sich in diesen Tagen Rainer W. Buchholz, FDP-Sprecher im Vegesacker Beirat. Er habe kürzlich davon reden hören, dass die Halle unmittelbar davor stehe, unter Denkmalsschutz gestellt zu werden. Schon im Juli, erinnert sich Buchholz, habe das Landesamt für Denkmalspflege in Aussicht gestellt, bis zu sieben Objekte im Stadtteil Vegesack hinsichtlich einer Unterschutzstellung zu prüfen. Doch "bis heute fehlt jeder Hinweis darauf, um welche Objekte es sich dabei handelt".

Jetzt bestätigte Georg Skalecki, Leiter des Bremer Denkmalsschutzamtes, auf Nachfrage, dass besagte Turnhalle auf seiner Agenda stehe. Und mehr noch: Man habe ein diesbezügliches Unterschutzstellungsverfahren bereits eröffnet, wobei er jetzt schon die Halle auch in ihrer heutigen Funktion als denkmalswürdig einschätze. Über eine mögliche Unterschutzstellung hinaus und "angesichts eines allgemeinen Sanierungsstaus bei öffentlichen Sport- und Turnhallen", bot Skalecki an, für Beratungen zu einer guten, nachhaltigen Sanierung zur Verfügung zu stehen. Die Halle, gebaut in den 20ern, wurde ursprünglich als Verwaltungsgebäude und Kulturhaus samt Bühne und multifunktionaler Saal genutzt; später dann als Turnhalle und Aula der heutigen Grundschule Fährer Flur.

Genutzt wird die Halle aber auch von außerschulischen Einrichtungen und Vereinen. Jennifer Neßler, beim Landessportbund für das Hallenmanagement zuständig, verwies auf Nachfrage darauf, dass die Halle vor allem von der Sportgemeinschaft Aumund-Vegesack (SAV) genutzt werde, und das jeden Nachmittag bis spät in den Abend. Genutzt wird die Halle aber auch von Organisationen der Kinder- und Jugendhilfe. Zudem gibt es in der Halle Sportunterricht nicht nur für Schüler der Grundschule Fährer Flur, sonder auch für die der Berufsschule an der Kerschensteiner-straße.

Für Immobilien Bremen (IB), in deren Besitz sich die Turnhalle befindet, steht derweil fest, dass die Halle nicht veräußert wird. "In welcher Form und in welchem Ausmaß Schulen und/oder Vereine die Halle künftig nutzen werden", sagte IB-Sprecher Peter Schulz auf Nachfrage, "ist ungeklärt. Aber ein Verkauf steht nicht zur Debatte". Was eine mögliche Sanierung betreffe, so sei da "im Moment nichts aktuelles vorgegeben".

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