Bewerbung als Frauenbeauftragte

Twesten wollte nach Bremen

Die niedersächsische Landtagsabgeordnete Elke Twesten, die mit ihrem Wechsel von den Grünen zur CDU eine Regierungskrise ausgelöst hat, wollte im Frühjahr Bremer Frauenbeauftragte werden.
14.08.2017, 18:06
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Twesten wollte nach Bremen
Von Jürgen Theiner
Twesten wollte nach Bremen

Elke Twesten.

dpa

Der Sturz der rot-grünen Landesregierung in Hannover hätte möglicherweise verhindert werden können, wenn eine Bremer Personalie im Frühsommer anders entschieden worden wäre. Die Rotenburger Abgeordnete Elke Twesten, die im niedersächsischen Landtag von der Grünen zur CDU gewechselt ist, hatte sich für die Nachfolge der Bremer Frauenbeauftragten Ulrike Hauffe beworben. Das hat der WESER-KURIER aus verlässlicher Quelle erfahren. „Sie war eine von knapp 70 Frauen, die Interesse an der Position angemeldet hatten“, sagte ein Mitglied des Ausschusses, der für die Stellenbesetzung zuständig war. „Frau Twesten kam in die engere Wahl.“ Ende April habe es dann eine Vorstellungsrunde von zehn Bewerberinnen gegeben. Mit den Anwärterinnen, darunter Twesten, seien unter anderem Rollenspiele in Form fiktiver Mitarbeitergespräche gemacht worden. „Da fand ich sie nicht so überzeugend“, so das Ausschussmitglied. Letztlich fiel die Wahl für die Hauffe-Nachfolge auf die 52-jährige Bettina Wilhelm.

Der Vorgang zeigt: Elke Twesten war der Grünen-Fraktion im niedersächsischen Landtag schon länger überdrüssig. Hätte sie in Bremen den Zuschlag bekommen, wäre für sie ein anderer Grüner ins Parlament nachgerückt, und vorgezogene Neuwahlen wären kein Thema gewesen.

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