Kommentar zum Verein „Einfach einsteigen“ Über alternative Finanzierungen des ÖPNV nachdenken

In Bremen haben Bürger Ideen für einen ticketlosen Nahverkehr vorgelegt. Das Konzept geht in die richtige Richtung, findet Redakteurin Carolin Henkenberens. Es sollte ohne Denkverbote diskutiert werden.
24.01.2019, 19:31
Lesedauer: 1 Min
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Über alternative Finanzierungen des ÖPNV nachdenken
Von Carolin Henkenberens

Die Idee des Vereins „Einfach einsteigen“ dürfte auf reichlich Widerstand stoßen. Dazu reicht, zum Vergleich, ein Blick auf die Diskussion über den als „Zwangsbeitrag“ verschrienen Rundfunkbeitrag, der auch unabhängig von der Nutzung gezahlt werden muss. Es ist schwer vorstellbar, dass die Mehrheit der Bremer eine allgemeine Abgabe für den öffentlichen Nahverkehr akzeptieren würde.

Doch unabhängig von der Realisierbarkeit ist der Vorstoß der Hobby-Verkehrsplaner zu begrüßen. Da sind Menschen, die sich Gedanken machen und ein Konzept vorstellen. Das allein verdient Respekt. Die Bremer Politiker sollten die Vorschläge ohne Denkverbote prüfen. Es steckt viel Richtiges darin. Ob Menschen Straßenbahn fahren, hängt nicht nur von Taktung und Streckennetz ab, es ist auch ein Stück weit Gewohnheit. Wer ohnehin dafür zahlt, lässt das Auto eher mal stehen.

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Ein ticketloser Nahverkehr muss aber nicht – wie von einigen Parteien gefordert – bedeuten, dass der Service kostenlos ist. Das wäre nicht nur zu teuer für die öffentliche Hand, es drohte zudem geringere Wertschätzung. Es ist daher gut, über alternative, solidarische Finanzierungen nachzudenken.

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