SPD will das Gebiet mit öffentlichen und privaten Mitteln sanieren / Debatte heute im Beirat Umbaupläne für Blumenthals alten Kern

Bremen. D ie Diskussion über einen Umbau in Blumenthal ist eröffnet. Die SPD im Beirat will den alten Kern des Stadtteils zum Sanierungsgebiet erklären.
26.02.2015, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Christina Denker

ie Diskussion über einen Umbau in Blumenthal ist eröffnet. Die SPD im Beirat will den alten Kern des Stadtteils zum Sanierungsgebiet erklären. Wenn es nach ihr geht, soll das alte Ortszentrum in ein Stadtumbaugebiet nach Paragraf 171b Baugesetzbuch verwandelt werden. Heute Abend will sie im Beirat einen entsprechenden Antrag auf den Weg bringen.

Für ein Stadtumbaugebiet könnten Mittel beim Bund, bei der Stadt oder der EU beantragt werden, sagt Ortsamtsleiter Peter Nowack.

Das Bauressort betont hingegen, Blumenthal erfülle entweder nicht die Kriterien für derartige Förderprogramme, oder die Fördergelder seien schon anderweitig gebunden. Sie schlägt einen anderen Weg vor.

Der Stadtteil hat massive strukturelle Probleme. Nowack spricht von einem Werteverlust rund um den Blumenthaler Marktplatz. Die Gebäude müssten energetisch saniert und aus leer stehenden Geschäften neuer Wohnraum werden. Wenn die Baubehörde die Pläne für sinnvoll halte, müssten die erforderlichen Schlüsse gefasst werden, so Nowack. „Wir reden mit der Behörde seit zwei Jahren über die Inhalte.“

Auch die Hauseigentümer in dem von der SPD favorisierten Entwicklungsgebiet müssten sich an den Kosten beteiligen, sagt Nowack. „Das wird uns viel Überzeugungsarbeit kosten.“ Widerstand kommt bereits von der Linken Anke Krohne: Die geplanten Maßnahmen dürften zu keinerlei Nachteilen für Bewohner und Hauseigentürmer führen, heißt es in einer Erklärung

Rainer Imholze aus der Baubehörde sagt, es könne niemand zur Sanierung verpflichtet oder gezwungen werden. Er plädiert für einen anderen Ansatz: ein integratives Entwicklungskonzept für das gesamte Blumenthaler Zentrum. Alle Beteiligten könnten sich dabei einbringen und einen Verein oder eine Gesellschaft gründen.

Imholze, zuständig für Zentrenentwicklung im Bauressort, verweist auch darauf, dass bereits viel Geld in mehrere Bereiche mit Entwicklungschancen rund um den Blumenthaler Kern geflossen sei. Darunter Wätjens Park, die BWK und der Einzelhandelsstandort Müllerloch. „Was fehlt, ist die Verknüpfung dieser Bereiche.“

Eine schnelle Lösung für Blumenthal werde es nicht geben, betont Imholze. Und: „Einzelmaßnahmen werden die Situation nicht verbessern.“

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