Umfrage des WESER-KURIER

Nach einem Jahr Amtszeit: Note 3 für den Bremer Senat

SPD, Grüne und Linke stellen seit rund einem Jahr Bremens Regierung. Eine Umfrage des WESER-KURIER hat ergeben: Zwei Drittel der Befragten beurteilen die Arbeit des Senats als mindestens „befriedigend“.
03.08.2020, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Nach einem Jahr Amtszeit: Note 3 für den Bremer Senat
Von Nina Willborn
Nach einem Jahr Amtszeit: Note 3 für den Bremer Senat

Eine Umfrage im Auftrag des WESER-KURIER beurteilt die Arbeit des Bremer Senats mit der Note Befriedigend.

Mohssen Assanimoghaddam /dpa

Keine großen Patzer, aber auch keine Glanzleistungen: Die Regierung aus SPD, Grünen und Linken erhält nach beinahe einem Jahr im Amt – in Schulnoten ausgedrückt – eine 3, also ein Befriedigend. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Delta im Auftrag des WESER-KURIER.

Ihr zufolge bewerteten die Arbeit des Senats 32 Prozent der 568 befragten Teilnehmer des Online-Leserpanels mit „gut“, 30 Prozent mit „befriedigend“ und sechs Prozent mit „sehr gut“. Damit erreicht die neue Regierung in dieser Umfrage höhere Zustimmungswerte als die vorherige Koalition aus SPD und Grünen in einer Befragung am Ende ihrer Amtszeit.

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Damals hatten sich in einer repräsentativen Umfrage des Instituts Infratest Dimap für diese Zeitung 59 Prozent der Befragten als unzufrieden mit der Regierungsarbeit bezeichnet - 43 Prozent gaben an, weniger zufrieden zu sein, 16 wählen die Kategorie gar nicht zufrieden.

Naturgemäß beurteilen die Anhänger von SPD, Grünen und Linken die Arbeit des bremischen Senats positiver als die CDU-Wähler, von denen 27 Prozent angaben, lediglich „ausreichend“ zufrieden zu sein und 23 Prozent „mangelhaft“. Die höchsten Werte erhalten Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) und Co bei den SPD-Wählern: 58 Prozent vergaben die Note „gut“, 14 Prozent die Note „sehr gut“.

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Foto: Grafik WESER-KURIER / Berding

Bovenschulte ist auch das Mitglied des Senats, das die Befragten am besten bewerten. Das dürfte nicht nur, aber auch der Corona-Pandemie geschuldet sein, in der Bovenschulte als Regierungschef das Krisenmanagement des Landes anführt. Sein Parteifreund Ulrich Mäurer, Innensenator, erhält seit Jahren gute Zustimmungswerte, so auch in dieser Befragung.

Auf den vorderen Plätzen in der Riege der sechs Senatorinnen und Senatoren, die seit einem Jahr im Amt sind, liegt auch Kristina Vogt (Linke), die das neu zusammengesetzte Ressort Wirtschaft, Arbeit und Europa führt.

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Foto: Grafik WESER-KURIER / Berding

Was bei den Beurteilungen von Finanzsenator Dietmar Strehl (Grüne) und Claudia Schilling (SPD), Senatorin für Häfen, Wissenschaft und Justiz auffällt: Beide sind einer großen Zahl der Umfrageteilnehmer unbekannt, obgleich in beiden Ressorts innerhalb des ersten Jahres ihrer Amtszeit wichtige Entscheidungen gefallen sind.

Dietmar Strehl legte den im Juli verabschiedeten Haushalt vor und ist maßgeblich an der Ausgestaltung des Bremen-Fonds mit 1,2 Milliarden Euro für Corona-Hilfen beteiligt. Claudia Schilling trieb verschiedene ökologische Hafenprojekte voran.

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Foto: Grafik WESER-KURIER / Berding

Den größten Verbesserungsbedarf bescheinigt die Erhebung der Politik von Bau- und Verkehrssenatorin Maike Schaefer (Grüne) und Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD).

Wie die einzelnen Senatoren im Detail abgeschnitten haben, lesen Sie am Montag im WESER-KURIER.

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