Vorfall in der Falkenstraße

Unbekannte bewerfen AfD-Büro mit Steinen

Mit Steinen haben Unbekannte in der Nacht auf Dienstag das AfD-Büro in der Falkenstraße beworfen. Zusätzlich beschmierten die Täter die Hausfassde mit der Aufschrift "Fuck AfD".
04.07.2017, 10:46
Lesedauer: 1 Min
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Unbekannte bewerfen AfD-Büro mit Steinen
Von Marlo Mintel
Unbekannte bewerfen AfD-Büro mit Steinen

Die Unbekannten brachten den Schriftzug "Fuck AfD" an.

Jan Oppel

Unbekannte haben in der Nacht zu Dienstag die Scheiben des AfD-Parteibüros in der Bremer Innenstadt eingeworfen. Das teilt die Polizei mit. Nach Angaben der Beamten ist dabei ein Sachschaden von etwa 5000 Euro entstanden. Bislang habe sich noch niemand zu dem Anschlag bekannt. Die Polizei geht nach eigenen Angaben von einem politischen Hintergrund aus.

Eine Anwohnerin habe um 0.45 Uhr an der Falkenstraße drei junge Männer beobachtet, die Steine gegen die Scheiben des Büros in der Falkenstraße warfen. Wie die Zeugin berichtet, haben die Männer anschließend mit schwarzer Farbe „Fuck AfD“ an die Hausfassade gesprüht. Die Unbekannten seien in Richtung Wallanlagen geflüchtet. Zeugenhinweise nimmt der Kriminaldauerdienst unter Telefon 362 38 88 entgegen. Der Staatsschutz der Polizei Bremen hat die Ermittlungen aufgenommen.

Proteste in der Nachbarschaft

In den vergangenen Wochen hatte es in der Nachbarschaft Proteste dagegen gegeben, dass die AfD die Räume an der Falkenstraße nutzen möchte. Laut Polizei spricht jedoch nichts dafür, dass die Täter aus der Nachbarschaft stammen. In der wohnt AfD-Gegner und Linke-Vorstandsmitglied Sebastian Rave, der sich von dem Anschlag distanziert. Der Initiator der Proteste spricht von „einer falschen Methode, die AfD zu bekämpfen“. Mit solchen Einzelaktionen verdamme man die Anwohner in eine Zuschauerrolle und gebe der AfD eine Steilvorlage.

Unterdessen sieht AfD-Landeschef Frank Magnitz einen „neuen Höhepunkt des linksradikalen Terrors in Bremen“. Für den Anschlag auf die neue Geschäftsstelle macht er die Linkspartei verantwortlich, in der immer noch die diktatorischen Vorstellungen der SED herrschten. Sein Eindruck: „Hier wird das Ende der freien Demokratie geprobt.“

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