Fitnessuntersuchung bei Bewohnern des Stadtteils Hemelingen

Uni Bremen erforscht Senioren

Hemelingen. Sport hält jung und schützt das Herz, gerade auch im höheren Lebensalter ist Bewegung wichtig. Ärztlich empfohlen wird meist eine Mischung aus Muskelaufbau, Gleichgewichtsübungen und Konditionstraining.
13.06.2016, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Sport hält jung und schützt das Herz, gerade auch im höheren Lebensalter ist Bewegung wichtig. Ärztlich empfohlen wird meist eine Mischung aus Muskelaufbau, Gleichgewichtsübungen und Konditionstraining. Tatsächlich bewegt sich aber nur ein kleiner Teil der älteren Erwachsenen in ausreichendem Maß. Das Forschungsprojekt „Buten aktiv“ der Universität Bremen nimmt seit dem Herbst 2015 die ältere Bevölkerung im Stadtteil Hemelingen (mit seinen fünf Ortsteilen Hastedt, Hemelingen, Sebaldsbrück, Arbergen und Mahndorf) in den Blick, um deren Fitness zu untersuchen.

Die Untersuchung umfasst eine schriftliche Befragung, einen seniorengerechten Fitnesstest und eine Bewegungsmessung. Alle etwa 65- bis 75-Jährigen, die sich noch an der Studie beteiligen möchten, müssen sich beeilen, denn die Befragungen laufen nur noch bis zum Juli. Unter der Telefonnummer 21 86 88 61 können sich alle Seniorinnen und Senioren melden, die noch Interesse an der Untersuchung haben.

Die Arbeitsgruppe von Karin Bammann am Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Uni Bremen möchte herausfinden, welche Gewohnheiten und Wünsche die Menschen in Hemelingen haben. Was behindert und was unterstützt die Aktivitäten im Freien? Wer zwischen dem 1. September 1940 und dem 31. August 1950 geboren ist, wurde im Laufe der vergangenen acht Monate bereits zu einer Befragung eingeladen. Karin Bammann: „Wir bedanken uns bei den über 850 Menschen, die schon mitgemacht haben.“

Die Teilnehmer erhalten vom Uni-Team eine genaue Rückmeldung zu ihrer körperlichen Fitness. „Im Herbst werden wir außerdem alle Teilnehmenden zu einer Präsentation der Untersuchungsergebnisse einladen“, kündigt Bammann an.

„Wir wollen wissen, was die Seniorinnen und Senioren tun, um sich fit zu halten, und was verbesserungswürdig für sie ist“, sagt die Projektleiterin. Dabei gehe es in erster Linie um die körperliche Aktivität im Freien. Die Wissenschaftler haben bereits Kontakt zu Vereinen und Begegnungsstätten aufgebaut, um einen Blick über die Angebote im Stadtteil zu erhalten. In einem nächsten Schritt soll es darum gehen, die Gegebenheiten vor Ort zu überprüfen: Sind die Rad- und Fußwege einladend? Gibt es bestimmte Wünsche der Bevölkerung?

Viele der bisherigen Programme zur Gesundheitsförderung seien am Schreibtisch entwickelt worden, erklärt Karin Bammann. Diese seien in der Regel sehr schlecht angenommen worden. „Unser Programm zur Bewegungsförderung wird gemeinsam mit den Menschen in Hemelingen entwickelt, damit es zu den Bedürfnissen vor Ort passt“, betont die Wissenschaftlerin. Täglich 30 Minuten spazieren zu gehen oder im Garten zu arbeiten, bringe schon eine ganze Menge, stellt die Projektleiterin fest. Nachweislich steigere körperliche Aktivität auch die Gedächtnisleistung. Und der Umzug ins Pflegeheim könne hinausgezögert werden.

SCD

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