Bremer Verwaltungsgericht Neurowissenschaftler Andreas Kreiter darf Affenversuche fortsetzen

Das Verwaltungsgericht hat entschieden: Der Bremer Neurowissenschaftler Andreas Kreiter darf seine umstrittenen Affenversuche fortführen – zumindest vorerst.
04.02.2022, 12:36
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Neurowissenschaftler Andreas Kreiter darf Affenversuche fortsetzen
Von Felix Wendler

Die umstrittenen Affenversuche an der Bremer Universität dürfen fortgeführt werden: Das Verwaltungsgericht hat einem Eilantrag des Neurowissenschaftlers Andreas Kreiter stattgegeben. Wie das Gericht mitteilte, gilt die Genehmigung zunächst bis zum 30. November dieses Jahres.

Kreiter war vor Gericht gezogen, da die Bremer Gesundheitsbehörde seinen Antrag auf Verlängerung der Versuche bisher nicht genehmigt hatte. Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) hatte im November bekräftigt, dass es aus Sicht ihrer Behörde nach Prüfung der Rechtslage sowie der wissenschaftlichen Erkenntnisse keine Fortführung der Versuche geben dürfe. In einer Bürgerschaftsdebatte hatten sich auch die anderen Fraktionen gegen eine Fortführung der Versuche ausgesprochen oder zumindest Zweifel geäußert.

Lesen Sie auch

Ende November hatte das Verwaltungsgericht eine Zwischenentscheidung getroffen. Heißt: Kreiter durfte seine Versuche zunächst fortführen, bis das Gericht über seinen Eilantrag entschieden hat – das ist nun geschehen. In der Urteilsbegründung heißt es unter anderem, der Antragsteller habe nachvollziehbar erläutern können, warum Alternativmethoden nicht für sein Forschungsvorhaben geeignet seien.

Kreiter forscht seit 1997 an der Universität Bremen auf dem Gebiet der Neuro- und Kognitionsforschung. Dazu führt er unter anderem Versuche durch, bei denen Makaken der Schädel geöffnet wird.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+