Richtlinie sorgt für Ärger Unmut über Schulreinigung

Bremen (mlu). Die Umsetzung der umstrittenen Reinigungsrichtlinie an Bremer Schulen sorgt für Unmut. Und auch die Bildungsbehörde hat sich nun deutlich öffentlich positioniert.
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Unmut über Schulreinigung
Von Matthias Lüdecke

Die Umsetzung der umstrittenen Reinigungsrichtlinie an Bremer Schulen sorgt für Unmut. Und auch die Bildungsbehörde hat sich nun deutlich öffentlich positioniert. Die Richtlinie sieht vor, dass die Klassenräume in Grundschulen seltener geputzt werden – durchschnittlich zweieinhalb statt fünf Mal in der Woche.

Elternvertreter bemängelten immer wieder, dass dieser Putzrhythmus in Grundschulen und besonders bei Ganztagseinrichtungen nicht ausreiche. Auch an den Schulen wurde Unzufriedenheit deutlich. In der vergangenen Woche schließlich wandte sich zudem die Gewerkschaft Ver.di in einem offenen Brief an den Senat und kritisierte im Namen der Reinigungskräfte, dass Vereinbarungen an vielen Stellen nicht eingehalten würden.

Wie die Umsetzung der Richtlinie in der Praxis klappt, sollte untersucht und in einem Bericht dargestellt werden. Die Federführung hat dabei das Finanzressort von Senatorin Karoline Linnert (Grüne). Der Bericht war zunächst für Juli und dann für November angekündigt worden. Bildungsstaatsrat Gerd-Rüdiger Kück sagte jetzt in der Bildungsdeputation, nach seinem Kenntnisstand solle der Haushalts- und Finanzausschuss in der kommenden Woche damit befasst werden. Seinem Haus liege der Bericht aber noch nicht vor – und könne folglich auch noch nicht bewertet werden.

Kück betonte zugleich, dass das Bildungsressort auf Änderungen im Grundschulbereich dringe. „Sie können davon ausgehen, dass wir unsere Position hart vertreten“, sagte er in Richtung der Deputierten. Und von dort gab es Kritik. Claudia Bernhard (Linke) nannte den aktuellen Zustand an den Schulen völlig inakzeptabel. SPD-Bildungspolitiker Mustafa Güngör kritisierte, es sei vollkommen unverständlich, warum es so lange dauere, bis der Bericht vorgelegt werde und es zu Änderungen komme. Ähnlich äußerte sich Thomas vom Bruch (CDU) und forderte: „Für die Betroffenen muss endlich eine akzeptable Lösung gefunden werden.“

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