Pandemie-Jahresbilanz von VBN und ZVBN Einnahmen und Fahrgastzahlen deutlich eingebrochen

Die Verkehrsunternehmen VBN und ZVBN haben jetzt ihre Bilanz für das Pandemiejahr 2020 vorgelegt. Die Zahl der Fahrgäste und die Einnahmen sind demnach deutlich eingebrochen.
26.05.2021, 13:10
Lesedauer: 1 Min
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Einnahmen und Fahrgastzahlen deutlich eingebrochen
Von Malte Bürger

In vielen Bereichen sorgte die beginnende Pandemie 2020 für eine Zäsur. Dem öffentlichen Nahverkehr erging es da nicht anders. Und das hat für herbe Verluste gesorgt, wie eine Pressemitteilung des Verkehrsverbunds Bremen/Niedersachsen (VBN) sowie des Zweckverbands Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (ZVBN) vom Mittwoch verdeutlicht. Demnach habe es im vergangenen Jahr 116,6 Millionen Fahrgäste in den Bussen, Straßenbahnen und Zügen gegeben. Im Vergleich zum Jahr 2019 entspricht das einem Rückgang von 33,5 Prozent, seinerzeit waren noch 175,4 Millionen Personen befördert worden.

Folglich gingen auch die Einnahmen deutlich zurück. Nach 230,7 Millionen Euro im Jahr 2019 sank die Summe nun auf 179,6 Millionen Euro. Damit verringerte sich der Ertrag um 22,2 Prozent. VBN-Geschäftsführer Rainer Counen und ZVBN-Geschäftsführer Christof Herr heben in diesem Zusammenhang den ÖPNV-Rettungsschirm von Bund und Ländern lobend hervor. "Damit konnte erreicht werden, dass zum einen das Angebot weitestgehend konstant gehalten wurde und zum anderen kein VBN-Verkehrsunternehmen unverschuldet in finanzielle Schwierigkeiten geraten ist", heißt es in dem Schreiben. Dennoch gelte: "Aufgrund der gegenwärtigen Corona-Lage und der Entwicklung der ersten Monate 2021 ist auch in diesem Jahr wiederum mit einem deutlich niedrigeren Niveau als 2019 zu rechnen."

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Sobald die Pandemie ein Ende findet, hoffen die Unternehmen, dass die Fahrgastzahlen wieder anziehen. Auf einen Automatismus will man sich allerdings nicht verlassen. "Wichtig wird sein, dass nach der Pandemie das Fahren mit Bus und Bahn wieder als attraktive Möglichkeit der Fortbewegung wahrgenommen wird", teilten VBN und ZVBN mit. Ein wichtiges Detail soll dabei die neue VBN-Mobilitätsgarantie sein. Demnach können Kunden ab einer Ankunftsverspätung von mehr als 20 Minuten ab sofort eine finanzielle Entschädigung erhalten – unabhängig davon, ob sie mit Bus oder Bahn unterwegs sind. Auch anfallende Taxikosten sollen bis zu einer Höhe von 25 Euro erstattet werden können, wenn das eigentliche Fahrziel mit einer Verspätung von mehr als einer Stunde erreicht wurde.

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