Lokaltermin

Veganbar: Whöner statt Döner

In der Veganbar in Findorff gibt es alles, was es in einem klassischen Imbiss auch gibt: Pommes, Bratwurst, Döner und Burger. Die veganen Varianten sind lecker und die würzigen Soßen sind hausgemacht.
03.12.2017, 14:06
Lesedauer: 2 Min
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Von Karina Skwirblies

Die Veganbar in Findorff hat jüngst als eines von zwei Restaurants in Bremen eine Auszeichnung des veganen Restaurants-Führers „Vanilla Bean“ erhalten. Es gehört den Nutzern der Restaurant-App zufolge zu den 100 besten veganen Lokalen in Deutschland. Auch wenn die Auswahl an veganen Restaurants in Bremen auf rund eine Handvoll begrenzt ist, und die Veganbar folglich kaum Konkurrenz bei solch einem Wettbewerb hat, lockt die gute Bewertung mich und einen Kollegen zur Mittagszeit nach Findorff.

Die Veganbar fügt sich unauffällig in die Ladenzeile der Admiralstraße ein, auf den ersten Blick ist sie wenig einladend. Bunt zusammengewürfeltes Mobiliar bietet vor dem Haus ein paar Plätze, doch der Charme der Improvisation fehlt dem Ensemble. Als wir eintreten, dringt uns als erstes der typische Geruch eines Imbisses in die Nase, in dem Pommes, Döner und Würstchen zubereitet werden. Da nimmt sich vegan oder mit Fleisch nichts. Es ist kein angenehmer Geruch, und das Lokal hat eher das Ambiente eines Imbisses. Hinter der langen Theke, wo sich Herd und Fritteusen befinden, wirken drei junge Leute. Sie bedienen geschäftig die zahlreichen Gäste, die Veganbar kann sich über großen Zuspruch freuen. Viele gehören zur Laufkundschaft, denn die Veganbar bietet die Speisen auch außer Haus an. Das Publikum ist überwiegend jung.

Einige Vierertische bieten Platz, an den meisten sitzen lediglich zwei Leute. Eine andere Aufteilung des kleinen Gastraums wäre effektiver. Wir nehmen den letzten Tisch in einer Ecke und platzieren uns, so gut es geht. Es ist kalt, die unbequeme Bank wackelt, und ich habe die Heizung im Genick. Wir wünschen uns, wir hätten das Essen lieber mitgenommen.

Gute, reelle Mahlzeit

Die Veganbar bietet deftige Kost und Kuchen an. Es gibt Bratwurst mit Pommes (5,50 Euro), Burger (6 Euro), Suppe (3 oder 5 Euro), Whöner (ein veganer Döner, 5 Euro) oder Falafel (5 Euro). Dabei kann der Gast unter vielen Variationen wählen, wobei die Preise dann abweichen: mit Reis oder Pommes, einen Burger aus Kidney-Bohnen oder aus Grünkern, Falafel mit Salat, Brot oder Vollkornreis. Wir bestellen am Tresen einen Whöner mit Pommes und Majo (7,30 Euro) für mich sowie einen Falafel-Teller mit Reis (7 Euro) für meinen Begleiter. Die Bedienung geht zügig voran und die Wartezeiten sind kurz. Ansonsten ist der Service unauffällig.

Der vegane Döner liegt ganz klassisch auf einem Kraut-Salat-Mix mit Rotkohl, Tomaten, Zwiebeln und Blattsalat. Dazu gibt es hausgemachten, guten Zaziki und eine Tomaten-Soße. Beide Soßen sind bestens gewürzt und schmecken ausgezeichnet. Die Pommes sind kross, knusprig und lecker. Insgesamt eine gute, reelle Mahlzeit.

Mein Begleiter ist weniger zufrieden mit seinem Falafel-Teller. Zwar sind die Falafel schön kross und liegen auf dem gleichen Kraut-Salat-Mix wie mein Whöner, doch fehlen Soßen, die die Speise saftig machen. Ein wenig Hummus sowie Rote-Beete-Hummus tragen kaum dazu bei und harmonieren vom Geschmack nicht. Der dazu gereichte Vollkorn-Basmatireis hat wenig Aroma, bedauert mein Begleiter.

Veganbar, Admiralstraße 97, 28215 Bremen, Telefon 01523/4100414, barrierefrei. Geöffnet: montags bis donnerstags von 12 bis 20 Uhr, freitags von 12 bis 21 Uhr, sonnabends von 13 bis 21 Uhr. Getränkepreise: Kaffee 1,50 Euro, Wasser (0,25 l) 2 Euro, Softdrinks (0,25 l) 2,70 Euro, Bier (alkoholfrei, 0,3 l) 2,50 Euro.

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