In Bremen erinnern an den 8. Mai 1945

Gedenken zum Kriegsende trotz Corona-Krise

Trotz Corona-Krise gibt es Termine zum Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkriegs in Bremen und Bremerhaven. Sie werden an unterschiedlichen Orten veranstaltet.
07.05.2020, 08:00
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Von Patricia Friedek
Gedenken zum Kriegsende trotz Corona-Krise

Hier findet die zentrale Gedenkveranstaltung des Landes Bremen statt: am Bunker Valentin in Bremen-Nord.

Kosak

An diesem Freitag jährt sich das Ende des Zweiten Weltkrieges zum 75. Mal – Gedenkveranstaltungen wird es in Bremen und Bremerhaven auch trotz Corona-Pandemie geben. In einer nicht-öffentlichen Gedenkstunde, die um 10 Uhr beginnt, werden Bürgerschaftspräsident Frank Imhoff (CDU) und Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) beim Mahnmal „Vernichtung durch Arbeit“ am Bunker Valentin einen Kranz niederlegen und eine Ansprache halten.

Es ist die zentrale Gedenkveranstaltung des Landes Bremen. Das Mahnmal erinnert seit 1983 an das Schicksal Tausender Zwangsarbeiter. Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten erinnert am Freitag zwischen 13 und 14 Uhr auf dem Marktplatz an die Befreiung Deutschlands von Faschismus und Krieg.

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Der Mindestabstand soll dabei wie bei allen Veranstaltungen gewahrt werden. Die Vereinigung will nach eigenen Angaben mit Transparenten, Fahnen, Schildern und ein paar Worten daran erinnern, dass sich die Geschehnisse aus dem Zweiten Weltkrieg nicht wiederholen dürfen. Zudem wird ein Mitglied der Shakespeare Company den Schwur der Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald vortragen. Die Veranstaltung wird mit Musik und Gedichten begleitet, die Vereinigung rechnet mit 25 bis 30 Teilnehmenden.

Um 11 Uhr trifft sich der Verein Deutsch-russische Friedenstage am Westeingang des Osterholzer Friedhofs an der Hermann-Koenen-Straße (Steinmetzenweg), um von dort unter Beachtung der Abstandsregeln zum Gräberfeld „Ausländische Kriegsopfer“ zu gehen. Auf dem Gräberfeld sind etwa 700 Leichname beigesetzt, überwiegend von sowjetischen Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern. Auch dort soll es eine Kranzniederlegung mit einer kurzen Ansprache und einem Gedicht geben.

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Die ursprünglich vom Kulturamt Bremerhaven geplante große Gedenkveranstaltung ist ebenso wie viele andere Termine abgesagt worden. Stattdessen werden Stadtverordnetenvorsteher Torsten von Haaren (SPD) und Stadtrat Michael Frost (parteilos) am Mahnmal zur Erinnerung an die Opfer der nationalsozialistischen Terrorherrschaft an der Großen Kirche einen Kranz niederlegen. Die Gedenkveranstaltung wird dabei von einem kleinen Chor der Christuskirche Bremerhaven begleitet. Vom 7. bis 9. Mai gibt es außerdem den Film „Die Begegnung mit dem Feind“ zum Gedenken an das Kriegsende vom Kulturbüro Bremerhaven kostenfrei unter www.kulturbuero-bremerhaven.de abzurufen.

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