Gleiches Geld für Azubis Verbände fordern gleich­be­rech­tigten Pflege-Tarif

Tarifverträge sollen künftig einfacher für verbindlich erklärt werden können. Das fordern die Wohlfahrtsverbände des Landes Bremen. Auch Auszubildende sollen gleich­be­rech­tigt werden.
23.06.2018, 16:25
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Verbände fordern gleich­be­rech­tigten Pflege-Tarif
Von Antje Stürmann

Die Tarifgemeinschaft Pflege in Bremen nimmt einen neuen Anlauf: Ihre Mitglieder setzen sich erneut dafür ein, dass alle Auszubildenden in der Pflege für die gleiche Arbeit gleiches Geld bekommen. Bislang bezahlen lediglich die Mitglieder der Bremer Tarifgemeinschaft Pflege ihre Auszubildenden nach dem ausgehandelten Tarifvertrag. Dass der Arbeitssenator diesen Entgelttarif für alle Arbeitgeber verbindlich erklärt, war vor zweieinhalb Jahren im Tarifausschuss nur knapp am Veto der Arbeitnehmer gescheitert. Sie konnten nach eigenen Angaben kein öffentliches Interesse an einem allgemein verbindlichen Tarifvertrag erkennen. Zur Begründung hieß es, die Mehrheit der Auszubildenden werde bereits nach Tarif bezahlt. Auch der Arbeitssenator hatte das Votum bedauert.

Folge der Ablehnung: Auch die Verhandlungen über einen Entgelttarif für die landesweit rund 9000 Pflege-Beschäftigten wurden ausgesetzt. Künftig solle es einfacher werden, Tarifverträge für verbindlich zu erklären. Das fordern die Bremer Wohlfahrtsverbände. Sprecher Arnold Knigge sagt, die Politiker in Berlin müssten verhindern, dass im Tarifausschuss nur ein Sozialpartner mit seinem Veto verhindern könne, dass ein Tarifvertrag vom Senator für allgemein verbindlich erklärt werde. Ein anderes Problem sei die Refinanzierung der Tariflöhne. Im Gegensatz zu den Pflegeversicherungen seien die Krankenversicherungen nicht verpflichtet, bei der Vergütung von Leistungen tarifliche Lohnerhöhungen zu berücksichtigen. Das müsse sich ändern, so Knigge.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+