Razzia bei mutmaßlichen Rockern

Verbotene Embleme sichergestellt

Im Internet zeigten sie sich mit T-Shirts, auf denen Embleme der verbotenen "Mongols" zu sehen waren – jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft. Der Verdacht: Verstoß gegen das Vereinsgesetz.
01.08.2018, 18:02
Lesedauer: 1 Min
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Verbotene Embleme sichergestellt
Von Christian Weth
Verbotene Embleme sichergestellt

Polizeibeamte haben Wohnungen in mehreren Bundesländern durchsucht.

Patrick Seeger

St. Magnus. Erst zeigten sie sich im Internet mit T-Shirts, auf denen Symbole eines verbotenen Vereins zu sehen waren, dann stand die Polizei vor ihren Haustüren: Nach Angaben von Frank Passade, Sprecher der Staatsanwaltschaft, waren Facebook-Fotos der Grund für die Razzien bei mutmaßlichen Mitgliedern des Rocker-Klubs "Mongols" am Dienstag in Bremen und zwei anderen Städten. Die vier Männer werden verdächtigt, gegen das Vereinsgesetz beziehungsweise -verbot verstoßen zu haben.

Laut Passade fanden die Beamten bei der Durchsuchung einer Wohnung in St. Magnus, was sie gesucht hatten: das T-Shirt samt "Mongols"-Emblem. Außerdem wurden ein Computer und ein Smartphone beschlagnahmt. Die Vernehmung der Männer – außer im Bremer Norden gab es Razzien in Baden Württemberg und Rheinland Pfalz – dauern ihm zufolge an. Der Verstoß gegen das Vereinsgesetz kann mit einer Geldstrafe, aber auch mit einer Freiheitsstraße von bis zu einem Jahr geahndet werden.

Nach den Worten des Sprechers der Bremer Staatsanwaltschaft haben die Razzien nichts mit irgendwelchen Befürchtungen zu tun, dass sich die "Mongols" wieder gründen könnten. Oder damit, dass St. Magnus oder ein anderer Ort in Bremen zu einem neuen Treffpunkt des verbotenen Klubs werden könnte. Hausdurchsuchungen bezeichnet Passade als ein normales Vorgehen in solchen Fällen: "Das ist die Marschroute bei jeder Rockervereinigung – ganz egal, ob sie ,Mongols' oder ,Hells Angels' heißen."

Beide sind seit Jahren verboten. Erst ging die Innenbehörde gegen die "Mongols" vor, später gegen die "Hells Angels". Wer Kutten oder andere Kleidung mit Symbolen der Klubs in der Öffentlichkeit trägt, macht sich seither strafbar.

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