Größerer Einsatz in Gröpelingen beendet

Verdächtige Briefsendung an Bremer Fatih-Moschee

Bei der Bremer Fatih-Moschee wurde am Samstag ein verdächtiger Brief mit pulverartigem Inhalt gemeldet. Inzwischen ist der Polizeieinsatz beendet. Das Ergebnis der Maßnahme: Die Substanz ist ungefährlich.
29.02.2020, 12:40
Lesedauer: 1 Min
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Von Vanessa Ranft Carolin Henkenberens
Verdächtige Briefsendung an Bremer Fatih-Moschee

Ein verdächtiger Brief hat am Morgen einen größeren Einsatz ausgelöst.

Tarek Baé

Erneut ist in Bremen ein verdächtiger Brief aufgetaucht. Dieses Mal bei der Fatih-Moschee in der Stapelfeldtstraße im Bremer Stadtteil Gröpelingen. Polizei und Feuerwehr rückten daraufhin mit einem größeren Aufgebot aus, Spezialisten überprüften den pulverartigen Inhalt. Er stellte sich als ungefährlich heraus, informiert die Polizei. Allerdings enthielt der Umschlag neben dem pulverartigen Inhalt auch ein Schreiben mit rechtsextremistischem Inhalt. Der Staatsschutz ermittelt. Der Brief sei frankiert gewesen und mit der Post gekommen, sagt ein Polizeisprecher auf Nachfrage.

Die Sorge der Eltern von etwa 250 Kindern, die am Samstag im Koran-Unterricht saßen, sei groß gewesen, teilte Vahit Bilmez von der Islamischen Föderation Bremen mit. “Wir verurteilen und verabscheuen diese Tat gegenüber unserer Mitgliedsgemeinde aufs Schärfste und bedanken uns für den schnellen Einsatz der Sicherheitsbehörden."

Erst vergangene Woche hatte die Fatih-Moschee, die schon des Öfteren mit muslimfeindlichen Parolen beschmiert worden ist, eine anonyme Bombendrohung erhalten. In Folge dieser Bedrohung und der Ereignisse in Hanau steht die Moschee unter vermehrtem Schutz der Polizei. Mindestens einmal die Stunde, aber in unregelmäßigen zeitlichen Abständen, sieht ein Wagen nach dem Rechten, sagte ein Sprecher.

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Mit dem Brief bei der Moschee setzt sich eine Serie fort: Im Januar und Februar waren mehrfach verdächtige Briefe bei Bremer Parteien gefunden worden. Im Nachhinein stellten sie sich alle als harmlos heraus. So lange ein Restrisiko besteht, dass gefährliche Substanzen im Spiel sind, führt für die Sicherheitsbehörden kein Weg daran vorbei, verdächtige Briefe mit großem Aufwand zu untersuchen, sagte Polizeiführer Kai Ditzel. Das Interview lesen Sie hier:

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++ Diese Meldung wurde um 18.41 Uhr aktualisiert. ++

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