Verkehr im Bundesland ADAC zählt weniger Pannen in Bremen

In Bremen sorgte weniger Verkehr im Corona-Jahr 2020 im Umkehrschluss für weniger Pannen. Das teilt der Allgemeine Deutsche Automobil-Club mit. Insgesamt 51.814 Hilfen bei Pannen gab es im Bundesland.
16.02.2021, 13:37
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ADAC zählt weniger Pannen in Bremen
Von Pascal Faltermann

Die Pannenhelfer des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs (ADAC) sind im Jahr 2020 deutlich seltener in Bremen im Einsatz gewesen als 2019. Die ADAC-Straßenwacht und die Mobilitätspartner rückten im Bundesland gut 51.814 Mal aus, um liegengebliebenen Bremerinnen und Bremern bei einer Panne zu helfen. Das teilt der ADAC nun mit. Insgesamt waren das etwa 4500 Einsätze weniger als im Jahr 2019 (56.293).

„Die geringere Einsatzzahl entspricht in etwa dem coronabedingt gesunkenen Verkehrsaufkommen und dem rückläufigen Pannenvolumen“, sagt Nils Linge, Sprecher des ADAC Weser-Ems. Weniger Verkehr bedeute weniger Pannen. Vor allem der erste Lockdown im Frühjahr 2020 habe das Verkehrsaufkommen auf deutschen Autobahnen kurzzeitig um fast 50 Prozent zurückgehen lassen. Während der Verkehr auf den Fernstraßen um Bremen herum abgenommen habe, seien die Staumeldungen auf den innerstädtischen Bundesstraßen und Autobahnen gestiegen, sagt Linge. Wohl aus Angst vor einer Corona-Infektion hätten sich die Menschen in der Stadt häufig ins Auto gesetzt. „Da sind die Stauzahlen nahezu explodiert. Verlierer war dabei leider der öffentliche Nahverkehr“, so ADAC-Sprecher Linge.

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Auch in Niedersachsen blieben weniger Autofahrer stehen als im Vorjahr. Die Pannenhelfer des ADAC rückten zwischen Harz und Nordsee gut 264.000 Mal aus. Das waren circa 30.000 Einsätze weniger als im Jahr 2019 (minus zehn Prozent). Fast jeder vierte Einsatz in Niedersachsen entfiel den Angaben zufolge auf den Großraum Hannover (61.256 Pannen).

Auch bundesweit gingen die ADAC-Einsätze um gut zehn Prozent zurück. In fast jedem zweiten Fall machte dabei die Batterie den Fahrern zu schaffen (46 Prozent). In den Vorjahren war das ebenfalls die häufigste Pannenursache, doch auch hier gab es einen Corona-Effekt: Wegen der langen Standzeiten vieler Autos war der Anteil der Batteriepannen diesmal höher. Probleme mit dem Motor (16 Prozent) sowie mit Karosserie, Lenkung oder Fahrwerk (14 Prozent) kamen seltener vor.

+ + + Dieser Artikel wurde um 19.41 Uhr aktualisiert + + +

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