Innensenator Mäurer bringt gute Nachricht zum Fahrradfrühling in der Vahr mit / Helm ist Pflicht Verkehrsschule jetzt finanziell gesichert

Wo entstehen für Radfahrer Gefahrensituationen, wo lauern Unfallrisiken und wie können solche Situationen vermieden werden? Das zeigt das Präventionszentrum der Polizei in Kooperation mit dem ADAC, der Gesellschaft für Seelische Gesundheit des ASB und der Verkehrswacht Bremen. Beim Fahrradfrühling drehte sich jetzt alles um das Rad und die Fahrsicherheit.
18.04.2013, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Solveig Rixmann

Wo entstehen für Radfahrer Gefahrensituationen, wo lauern Unfallrisiken und wie können solche Situationen vermieden werden? Das zeigt das Präventionszentrum der Polizei in Kooperation mit dem ADAC, der Gesellschaft für Seelische Gesundheit des ASB und der Verkehrswacht Bremen. Beim Fahrradfrühling drehte sich jetzt alles um das Rad und die Fahrsicherheit.

Neue Vahr Südwest. Auf dem Übungsplatz der Verkehrsschule an der Wilhelm-Leuschner-Straße herrscht das Chaos. Etwa 170 Kinder fahren durcheinander. Es dauert etwas, bis die gute Seele des Platzes, Rudolf Berg, jeden Roller und jedes Fahrrad in die richtige Spur gebracht hat. Aber irgendwann fahren die Kinder auf den Fahrrädern schließlich außen herum und die kleineren mit ihren Rollern innen im Kreis. Die Kinder balancieren mit ihren Zweirädern über kleine Rampen oder durch einen Parcours aus Pylonen. Überholen ist nicht erlaubt. Einen Helm zu tragen ist Pflicht.

Alles dreht sich auf dem Gelände des Sozialzentrums Ost an diesem Tag um das Fahrrad und die Fahrsicherheit. Während hinter dem Sozialzentrum die Kinder auf dem Übungsplatz der Verkehrsschule ihre Runden drehen, ist vor dem Gebäude eine Art Fahrradmesse aufgebaut worden. Dort können sich alle informieren.

Im toten Winkel ist nichts zu sehen

Zum Beispiel steht ein Lkw bereit, um mit ihm die Tücken des toten Winkels zu demonstrieren. Außerdem können Gäste mit einer Rauschbrille einen Parcours bewältigen, oder auch das eigene Fahrrad registrieren lassen, gegen Vorlage des Ausweises und des Kaufbelegs. Probefahrten mit einem Elektrofahrrad werden ebenfalls ermöglicht, das Informationsangebot rund um das Zweirad ist groß. Ulrike Meyer, Leiterin des Sozialzentrums Ost, freut sich, dass der Fahrradfrühling mit den Kooperationspartnern realisiert wurde. Die Verkehrsschule veranstaltet bereits zum sechsten Mal diesen Frühlingsauftakt, die umfangreiche Messe ist in diesem Jahr neu dazugekommen.

Jetzt im Frühling satteln die Menschen um. Sie fahren mit dem Fahrrad anstatt mit Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln. Im April und Mai steigen auch die Zahllen des Verkehrsunfälle mit Radfahrerbeteiligung spürbar an. Radfahrer seien pro Jahr an einem Zehntel aller Verkehrsunfälle in Bremen beteiligt, berichtet Polizeipräsident Lutz Müller. "Wir haben ungefähr 3000 Verletzte pro Jahr im Straßenverkehr und über Tausend sind Radfahrer", sagt Müller. Beim Fahrradfrühling, einer Veranstaltung des Präventionszentrums der Polizei in Kooperation mit dem ADAC, dem Arebeiter-Samariter-Bund und der Verkehrswacht Bremen werden Radfahrer jeden Alters über die Risiken und richtigen Verhaltensweisen im Straßenverkehr informiert.

"Wir wissen natürlich, dass Kinder sehr häufig Opfer bei Verkehrsunfällen sind", sagt Ulrich Mäurer, Senator für Inneres und Sport, bei der Eröffnung der Veranstaltung. Er appelliert an die anwesenden Kinder, beim Fahrradfahren stets einen Helm zu tragen, um bei einem Sturz oder Unfall das Verletzungsrisiko zu minimieren. "Ich weiß, Erwachsene sind da nicht immer vorbildlich, aber davon sollt ihr euch nicht beeindrucken lassen", sagt Mäurer zu den Kindergarten- und Grundschulkindern.

"Die Verkehrsschule ist ein wichtiges Thema des Beirates gewesen", sagt Ortsamtsleiterin Karin Mathes. Um die Finanzierung der Verkehrsschule war intensiv gerungen worden. Der Innensenator brachte gute Nachrichten mit. Die Verkehrsschule sei jetzt finanziell gesichert. Verkehrs-, Bau-, Innen- und Sozialressort hätten sich zusammengesetzt. "Ich denke, die Finanzierung steht", sagt Ulrich Mäurer. Beiratssprecher Bernd Siegel freut sich über die Nachricht: "Es ist wunderbar, dass wir jetzt genügend Geld haben und die Verkehrsschule für die Zukunft an diesem Standort gesichert ist."

Im Grunde hätten Kinder erst ab dem zwölften Lebensjahr einen Überblick im Straßenverkehr. "Richtig wirksam ist eigentlich erst die Rücksichtnahme der Erwachsenen", sagt Axel Behme, der Vorsitzende der Verkehrswacht Bremen. "Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, dass muss sich jeder bewusst machen", betont auch Alfred Faust vom Präventionszentrum der Polizei, während er einen Karton mit Regenjacken bereitstellt. Die blauen Regenjacken mit Verkehrswacht-Logo sind ein Geschenk der Landesverkehrswacht und sollen später an die Kinder verteilt werden. Auf dem Verkehrsübungsplatz müssen außerdem alle Kinder mit einem Helm ausgestattet sein. Ohne den dürften sie gar nicht an den Verkehrsübungen teilnehmen. Allen Kindern, die keinen eigenen Helm haben, schenken die Landesverkehrswacht und die Sparda-Bank Hannover später am Tag einen Fahrradhelm.

Während die erste Gruppe bereits wieder den Heimweg antritt, kommt schon die nächste Schulklasse, um sich für eine sichere Teilnahme im Straßenverkehr fitzumachen. Im Laufe des Tages werden noch weitere Gruppen erwartet, und auch alle Bürgerinnen und Bürger sind willkommen.

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