In der Reihe „27. Januar“ wird Büste des Pädagogen enthüllt Verneigung vor Korczak

Bremen. Die Welt braucht Frauen und Männer, die nicht für den Hass stehen, sondern für Solidarität, Humanität und Zivilcourage. Menschen wie Janusz Korczak.
06.02.2017, 00:00
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Verneigung vor Korczak
Von Monika Felsing

Bremen. Die Welt braucht Frauen und Männer, die nicht für den Hass stehen, sondern für Solidarität, Humanität und Zivilcourage. Menschen wie Janusz Korczak. Der berühmte Warschauer Pädagoge ging 1942 zusammen mit den Kindern aus seinem Waisenhaus auf einen Transport nach Treblinka und wurde gemeinsam mit ihnen ermordet. Im Foyer der Zentralbibliothek am Wall wird am Montag, 13. Februar, um 11 Uhr seine Büste enthüllt. Bis zum Umzug der Landeszentrale für politische Bildung und der deutsch-polnischen Gesellschaft hatte sie in der Villa am Osterdeich 6 ihren Platz gehabt. Die Villa selbst ist als „Janusz-Korczak-Haus“ bekannt.

Zu den Gedenkveranstaltungen der vergangenen Tage zählt die Stadtführung mit Joachim Bellgart auf den Spuren jüdischen Lebens in Bremen, die am Sonntag, 5. Februar, an der Ecke Söge- und Obernstraße begonnen hat. Weil Ester Bejarano aus gesundheitlichen Gründen nicht kommen konnte, haben die Pfadfinder die für Sonnabend, 4. Februar, geplante Konzertlesung mit der Hamburger Holocaustüberlebenden verschoben.

Im Kommunalkino City 46, Birkenstraße 1, läuft an diesem Montag, 6. Februar, um 20 Uhr der Film „Stille Retter“ von Christian Frey und Susanne Wittek. Erzählt wird die Geschichte französischer Juden, die von ihren christlichen Landsleuten vor den Nazis gerettet worden sind. Susanne Wittek kommt bei dieser ersten Vorstellung ins Kino, weitere Aufführungen sind am Dienstag und Mittwoch, 7. und 8. Februar, um 20 Uhr. Der Eintritt kostet 7,50 Euro, ermäßigt 4,50 Euro.

Heide-Marie Voigt wird am Donnerstag, 9. Februar, um 19 Uhr im neuen Sitz der Landeszentrale für politische Bildung, Birkenstraße 20/21, über Moissac, die „vergessene Stadt der Gerechten“ sprechen. In Moissac sind 500 jüdische Kinder versteckt worden. Der Vortrag wird musikalisch begleitet: Ilsa Rappold spielt Gitarre, Ahmed Yussuf Saz.

Susanne Schunter-Kleemann schildert am Mittwoch, 8. Februar, um 18 Uhr für den Verein „Erinnern für die Zukunft“ die Geschichte des ehemaligen jüdischen Gemeindehauses in der Kohlhökerstraße 6. Treffpunkt ist das Haus im Ostertor. Am gleichen Tag spricht der Militärhistoriker Hannes Heer um 19 Uhr in der Heinrich-Böll-Stiftung, Plantage 15 in Findorff, über „Wahrheit und Lüge im deutschen Geschichtsfilm“. Heer hat die erste Wehrmachtausstellung geleitet, die 1994 heftige Reaktionen auslöste, weil sie Kriegsverbrechen und die Beteiligung von deutschen Soldaten am Holocaust zeigte und weil einige Fotos nicht klar zugeordnet waren. Eine zweite Wehrmachtausstellung folgte.

An die von den Nazis hingerichtete junge Widerstandskämpferin Cato Bontjes van Beek wird am Donnerstag, 9. Februar, um 15 Uhr in dem nach ihr benannten Gymnasium in Achim, erinnert. Stefan Krolle führt durch die Ausstellung und das Archiv. Anmeldungen unter 0 42 02 / 96 94 - 0.

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