Jaxys Ausstellung wird eröffnet

Vernissage im Hafenmuseum

Überseestadt. Die Ausstellung „Schwebschrauben und Scheinblüten – Constantin Jaxy. Zeichnung, Objekt, Installation“ ab Sonntag, 21.
18.01.2018, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Marion Schwake

Überseestadt. Die Ausstellung „Schwebschrauben und Scheinblüten – Constantin Jaxy. Zeichnung, Objekt, Installation“ ab Sonntag, 21. Januar, 11 Uhr, im Hafenmuseum, Am Speicher XI, ist ein Streifzug durch das Oeuvre von Constantin Jaxy mit dem Fokus auf maritime Ansichten und Assoziationen. Eine Einführung in die Sonderausstellung, die bis zum 8. April läuft, gibt Albrecht Lampe.

„Was alle Arbeiten Constantin Jaxys auszeichnet, ist ihre Affinität zum Technischen, zum Architektonischen und Konstruierten. Die künstlerischen Grundnahrungsmittel von Constantin Jaxy sind – in aller Kürze – Schwarz und Weiß, Schatten und Licht, Zeit und Raum, Reisen und Internationalität, Musik und Akustik, Nähe und Distanz, industrielle und technische Ästhetik, Bewegung und Statik“, schreibt Lampe.

Dem thematischen Füllhorn zum Trotz: „Ich arbeite wie ein Höhlenmensch, mit Holz, Kohle, Papier, Karton, Kreide und Grafit“, sagt Constantin Jaxy. Das Ergebnis sind groß- und kleinformatige Schwarz-Weiß-Zeichnungen, raffiniert ausgetüftelte bewegliche Modelle, mobile Licht- und Schatteneffekte, feinsinnig geschnittene tiefschwarze oder brillante blaue Kartonobjekte.

Seinen Arbeiten gibt der Künstler Titel, die seine bedenkenlose Begeisterung an künstlerischer Arbeit widerspiegeln: zum Beispiel „Schwebschrauben, Scheinblüten, Zeitschneider, Ummantel, Erdachsen". So auch der „Zeitzeiger“, seine sich wie in Zeitlupe bewegenden Kranmodelle, deren Schatten ein graziles Ballett entfalten.

Ihnen gemeinsam ist die bestechende Klarheit grafischer Prägnanz, ihre Vereinfachung komplizierter Motive. Für das Hafenmuseum Speicher XI zeigt Constantin Jaxy Arbeiten aus dem maritimen und angrenzenden Themenkosmos, „Was der Mensch so an Seltsamkeiten hervorbringt, nehme ich auf!“ Weitgereist, sind ihm die Grenzüberschreitungen der Internationalität dabei Selbstverständlichkeit und offensichtlicher Anreiz.

Constantin Jaxy ist tief ins bremische Geschehen verwurzelt. Aufgewachsen im hafennahen Ortsteil Bremen-Walle, umgeben von Wasser und Wind – Bootsrümpfe, Schiffstaufen, Stapelläufe und Hafenwirtschaft. Schwebschrauben und Scheinblüten in Hör- und Sichtweite.

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