Kommentar zur Verkehrsführung in Bremen

Vernunft siegt

Das Hin und Her in dem kurzen Straßenabschnitt in der Bremer Parkallee ist ein Klassiker der Behördenplanung vom grünen Tisch. Ein Kommentar von Frauke Fischer.
18.12.2014, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Vernunft siegt
Von Frauke Fischer
Vernunft siegt

Fahrradstraße in der Parkallee.

FR

Eigentlich geht es nur um zwei Baken und ein paar Fahrradbügel. Und wer ihre Geschichte in der Langfassung – womöglich noch außerhalb Bremens – erzählt, wird Kopfschütteln, Unverständnis, vielleicht sogar Desinteresse ernten.

Doch das Hin und Her in dem kurzen Straßenabschnitt in der Bremer Parkallee ist ein Klassiker der Behördenplanung vom grünen Tisch, noch dazu einer, der es allen Recht machen will und damit niemandem gerecht wird.

Die Einrichtung von Baken auf dem Radweg zur Zwangsumleitung auf die neue Fahrradstraße und ihr Abbau nach wochenlangem Protest lassen das Verkehrsressort nicht gut aussehen. Der Staatsrat gibt die Fehleinschätzung nun unumwunden zu und versucht damit zu retten, was zu retten ist. Scheinbar nebenbei und doch deutlich genug wird die Rolle des Beirats bei der Entscheidung betont. Die Baken nämlich waren sein Wunsch, heißt es aus dem Verkehrsressort.

Dann wäre die Entscheidung also wider besseres Wissen gefällt worden? Auch kein gutes Zeugnis für die Ressortspitze. In jedem Fall ist vergessen worden, das krude Konstrukt auf Alltagstauglichkeit hin zu testen. Das Ergebnis: Ein paar Tausend Euro Abbaukosten für den Steuerzahler – und die Erleichterung, dass die Vernunft siegt.

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