Kommentar zum Bremer Rennbahngelände

Versemmelt

Gut, dass die Rennbahn bebaut wird. Den Weg dorthin haben sich SPD und Grüne aber unnötig schwer gemacht, findet Jürgen Hinrichs.
21.02.2019, 20:44
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Versemmelt
Von Jürgen Hinrichs
Versemmelt

Der Weg zur Bebauung der Bremer Galopprennbahn war schwierig. Der Bremer Senat hätte das Neubauvorhaben viel stärker und besser erklären müssen.

Christian Walter

SPD und Grüne haben gute Gründe, das Rennbahngelände zu bebauen. Die Entscheidung ist richtig. Bremen braucht neue Wohnungen, sie sollten erschwinglich sein und vor allem jungen Familien dienen. Das kann mit der städtischen Fläche gelingen, wenn man sie nicht privaten Bauträgern überlässt, die naturgemäß jeden Quadratmeter so teuer wie möglich verkaufen wollen. Schade zwar für den Galopprennsport und seine Veranstaltungen, die ein breites Publikum fanden, so ein Areal zwischen zwei Stadtteilen kann man aber nicht einfach liegen lassen.

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Keine Kritik also am Ziel, wohl aber am Weg dorthin. Das hat der Senat versemmelt. Er hätte das Neubauvorhaben viel stärker und besser erklären müssen. Rüber kam im Grunde nur, dass Rennbahn und Golfplatz neuen Häusern weichen werden. Hätte man von vornherein die Beiräte eingebunden und den geplanten Mix aus großen Freiflächen und lockerer Bebauung betont, wäre der Widerstand geringer ausgefallen. So aber konnten sich die Gegner des Projekts die Hände reiben. Sie haben mit dem anstehenden Volksentscheid unabhängig vom Ausgang schon jetzt einen spektakulären Erfolg errungen.

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