Zoo am Meer Bremerhaven

Verstorbene Eisbären-Babys: Todesursache steht fest

Die Todesursache der beiden Anfang Dezember verstorbenen Eisbären-Babys aus dem Zoo am Meer in Bremerhaven steht nun fest.
13.12.2018, 10:26
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Verstorbene Eisbären-Babys: Todesursache steht fest

Eisbärin Valeska hatte Komplikationen bei der Geburt ihrer beiden Babys.

Philipp Hannappel

Das gab die Pressestelle des Bremerhavener Zoos am Donnerstag bekannt.

Am 6. Dezember 2018 waren zwei Eisbären-Jungtiere geboren worden. Das männliche Jungtier, das um 14.32 Uhr geboren wurde, verhielt sich ganz normal. Um 20.40 Uhr kam das zweite Jungtier unter sehr starken Wehen der Bärin zur Welt. Es wurde offensichtlich tot geboren. Nach diesem Geburtsvorgang wurde auch das erstgeborene Jungtier nicht mehr lebend gesehen.

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Die an der Tierärztlichen Hochschule durchgeführten Untersuchungen ergaben bei dem männlichen Jungtier mehrfache Verletzungen im Bereich des Kopfes und der Schultern. Diese sind vermutlich dadurch entstanden, dass Bärin Valeska das erste Jungtier während der Geburt des zweiten Jungtieres versehentlich getreten haben muss. Die dabei entstanden Hirnblutungen führten letztendlich zum Tod.

Auch bei dem weiblichen Jungtier wurden hochgradige Einblutungen im Bereich der Kopfhaut und der Vordergliedmaße festgestellt. Diese Formen der Verletzungen zeigen sich häufig, wenn der normale Geburtsvorgang gestört ist. Damit die Geburt normal ablaufen kann, ist es zwingend notwendig, dass sich das Neugeborene in der richtigen Position befindet. Kommt es hierbei schon zu kleinen Abweichungen, kann der Fötus sich im Geburtskanal, vor allem im Becken als Engstelle, verkanten. Da die Wehentätigkeit der Mutter erhalten bleibt, kann es durch den Druck zu Verletzungen bei dem verkanteten Fötus kommen. Kommt es dabei zu einem Riss oder Quetschung der Nabelschnur, verstirbt der Fötus noch im Geburtskanal durch die Sauerstoffunterversorgung an Herz-Kreislaufversagen. (shm)

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