Abstimmungsmängel beim Schienenersatzverkehr zwischen Burg und Vegesack? "Viel Wartezeit verplempert"

Bremen-Nord. Halbzeit für den Schienenersatzverkehr zwischen Vegesack und Burg. Noch bis zum 8. August fahren zwischen den beiden Bahnhöfen keine Züge, weil die Deutsche Bahn AG den Bahnsteig am Haltepunkt St. Magnus erneuert. Die DB lässt zwischen Vegesack und Burg Sonderbusse pendeln, die auf ihrem Weg die Haltepunkte Schönebeck, St. Magnus und Lesum ansteuern.
23.07.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Jürgen Theiner

Bremen-Nord. Halbzeit für den Schienenersatzverkehr zwischen Vegesack und Burg. Noch bis zum 8. August fahren zwischen den beiden Bahnhöfen keine Züge, weil die Deutsche Bahn AG den Bahnsteig am Haltepunkt St. Magnus erneuert. Die DB lässt zwischen Vegesack und Burg Sonderbusse pendeln, die auf ihrem Weg die Haltepunkte Schönebeck, St. Magnus und Lesum ansteuern.

Und dann gibt es ja auch noch die reguläre BSAG-Buslinie 75, die auf einer weiter südlich gelegenen Strecke zwischen den Bahnhöfen Vegesack und Burg verkehrt. Also alles bestens, oder? Durchaus nicht, findet unsere Leserin Birgit Meier. Für sie kommt der Schienenersatzverkehr nicht wirklich in Frage. "Wer in Grohn oder St. Magnus wohnt, nutzt doch lieber die reguläre BSAG-Linie 75, um nach Burg zu kommen. Das spart Zeit, da der Schienenersatzverkehr 15 Minuten eher abfährt und man ja auch noch zu den Haltestellen hinkommen müsste", sagt die ÖPNV-Nutzerin. "Sehr unglücklich" sei deshalb, dass die BSAG-Linie 75 zurzeit nach Ferienfahrplan verkehrt, also nur alle 30 Minuten. Wer in dieser Situation den Bus verpasst, "hat richtig verloren", findet Birgit Meier. Schließlich entfielen während der Bauarbeiten auch die Zwischenzüge in der morgendlichen Hauptverkehrszeit.

"Die DB hätte uns fragen können"

Auf dem Rückweg sei es nicht viel besser. Wer aus Richtung Hauptbahnhof in Burg ankommt, müsse erst mal fast 20 Minuten auf die Linie 75 warten. Da komme in vier Wochen Schienenersatzverkehr "schon eine ganze Weile zusammen, die man am Bahnhof mit Wartezeit verplempert". Unsere Leserin fragt sich deshalb: "Schafft es die BSAG denn nicht, ihre Zeiten aufgrund des Schienenersatzverkehrs der Bahn einfach mal bei den normalen Fahrtakten zu belassen?" Die Absprachen zwischen den beiden Verkehrsunternehmen seien im konkreten Fall " wieder mal ziemlich dürftig". Das mag BSAG-Sprecher Jens-Christian Meyer nicht auf sich sitzen lassen. Er verweist darauf, dass die Deutsche Bahn AG ihren Schienenersatzverkehr in Eigenregie organisiert habe. "Da die Baumaßnahme bei der DB langfristig bekannt war, hätte sie uns durchaus fragen können, ob wir bei der 75 eine Linienverstärkung machen können", so Meyer. Hat sie aber nicht, lässt der Unternehmenssprecher durchblicken. DB-Sprecherin

Sabine Brunkhorst wiederum glaubt, dass die Kapazitäten des Schienenersatzverkehrs die vierwöchige Pause im Zugverkehr ausreichend abdecken. "Wir kennen das Aufkommen an Reisenden, darauf haben wir den Ersatzverkehr abgestimmt", sagt Brunkhorst.

Für Birgit Meier bleibt das alles unbefriedigend. Aus ihrer Sicht wäre es "wirklich schön gewesen, wenn die BSAG die Taktung aufgrund des Schienenersatzverkehrs der Bahn hätte aufstocken können oder wenigstens nicht eingeschränkt hätte. Schließlich gibt es auch Leute, die nicht in den Ferien Urlaub machen und trotzdem zeitig ans Ziel kommen wollen oder müssen", gibt unsere Leserin zu bedenken.

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