Bildungssenatorin trifft sich mit Kollektiv "Fort Bildung" Viele Schüler sind enttäuscht

Bremen. Bildungssenatorin Renate Jürgens-Pieper (SPD) hat sich Donnerstag mit rund 60 Schülern des Kollektivs „Fort Bildung“ getroffen und Stellung zu den Forderungen der Schüler ein. Bei vielen Schülern überwiegt am Ende aber die Enttäuschung.
29.09.2011, 20:52
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Viele Schüler sind enttäuscht
Von Matthias Lüdecke

Bremen. Bildungssenatorin Renate Jürgens-Pieper (SPD) hat sich Donnerstag mit rund 60 Schülern des Kollektivs "Fort Bildung" getroffen und Stellung zu den Forderungen der Schüler ein. Damit löste sie ein Gesprächsangebot ein, dass die Bildungsbehörde dem Kollektiv gemacht hatte.

"Fort Bildung" hatte in den vergangenen Wochen vier Bremer Schulen besetzt. Die Schüler fordern mehr Geld für Bildung, bessere Lernbedingungen und eine größere Beteiligung an Entscheidungsprozessen.

Als einen "Schritt in die richtige Richtung" bezeichneten einige Schüler das Gespräch im Anschluss – auch wenn die Enttäuschung bei vielen überwog. Denn mit ihren zentralen Forderungen hatten die Schüler keinen Erfolg. "Ich finde eure Forderungen äußerst sympathisch", sagte Jürgens-Pieper zwar, Spielraum für eine Rücknahme der Stundenumverteilung, die kurz vor den Sommerferien bekannt wurde, sieht sie aber nicht. Auch sieht sie vor dem Hintergrund der Haushaltslage derzeit keine Möglichkeit das Bildungsbudget aufzustocken. "Das ist bei dem Konsolidierungspfad nicht möglich." Immerhin dürfe sie die zusätzlichen Mittel zum Anschub der Schulreform zur Einsparung nutzen.

Einer weiteren Forderung erteilte Jürgens-Pieper eine Absage. Die Schüler fordern auch einen Platz mit Stimmrecht in der Bildungsdeputation für die Gesamtschülervertretung. Dabei soll es nach dem Willen der Senatorin auch bleiben. Für eine andere Regelung müsste auch das Deputationsgesetz geändert werden.

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