Titel erstmals in Bremen verliehen Vier neue "MINT-Schulen"

Bremen. Für ihr überdurchschnittliches Engagement im MINT-Bereich, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, sind vier Bremer Schulen ausgezeichnet worden.
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Vier neue
Von Lisa Schröder

Für ihr überdurchschnittliches Engagement im MINT-Bereich, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, sind vier Bremer Schulen ausgezeichnet worden.

Die Oberschule in den Sandwehen, die Wilhelm-Olbers-Schule, die Gerhard-Rohlfs-Oberschule und die Oberschule Koblenzer Straße dürfen sich jetzt „MINT-Schule“ nennen. Der Titel wurde erstmals in Bremen verliehen. In Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gibt es die Auszeichnung bereits. Im nächsten Jahr soll Hamburg als fünftes Bundesland folgen. Derzeit gibt es insgesamt 24 MINT-Schulen.

Die Schulen hatten nach einem Bewerbungsverfahren die Jury überzeugt. Sie bestachen zum Beispiel durch ihr Angebot in MINT-Fächern, die Gründung von Schülerfirmen oder engen Kontakt zu Unternehmen. Initiatoren sind die Nordmetall-Stiftung, die Unternehmensverbände und die Senatorin für Bildung und Wissenschaft, Eva Quante-Brandt (SPD). Unterstützt wird das Projekt außerdem vom Bildungszentrum der Wirtschaft im Unterwesergebiet. Die Schulen bekommen neben 2000 Euro und einem Schild für den Schuleingang Unterstützung aus einem Netzwerk.

Zur Verleihung des Titels im Airbus-Werk kamen am Mittwoch etwa 80 Gäste. Senatorin Quante-Brandt, die auch Schirmherrin der Initiative ist, sagte, sie freue sich über die Leistung der vier Schulen und wünsche sich besonders, dass mehr junge Frauen für MINT begeistert würden. „Dass wir ein Problem mit dem Nachwuchs haben, wissen wir alle. Es gibt nur eine kleine Gruppe, die mit Leidenschaft dabei ist.“ Die Schulen seien aber auf dem richtigen Weg: „Der Wissenschaftsstandort Bremen scheint die Schulen zu motivieren.“

Die MINT-Fächer seien nicht nur in Bezug auf den Fachkräftemangel wichtig, so Peter Golinski von der Nordmetall-Stiftung: „Es geht ebenso um ihren gesellschaftlichen Beitrag. Auch alle, die nicht in MINT-Berufen arbeiten wollen, lernen in den Fächern, was Technik für die Gesellschaft bedeutet.“

Wenn Eltern bemerkten, dass ihr Kind Interesse oder Talent in dem Bereich zeige, könne die Auszeichnung nun ein Signal für sie sein, sagte Stephanie Hahner, MINT-Botschafterin. und Lehrerin für Chemie und Physik an der Wilhelm-Olbers-Schule. „Wir haben starke naturwissenschaftliche Profile, in denen etwa Exkursionen zur Uni möglich werden.“ Die Schüler könnten ihren Schwerpunkt selbst wählen, unter anderem Informatik, Robotik und eine Kombination aus Biologie, Physik und Chemie. Ein Selbstläufer sei das aber nicht, so Hahner: „Die Schüler rennen einem bei MINT-Fächern nicht gleich die Bude ein, aber es kommt.“

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+