Maritime Woche in Bremen Von der Schlachte ins Korallenriff

Am Sonnabend startet die zehnte Maritime Woche in Bremen. Auch eine große Wissenschaftsmeile wird es wieder geben. Dort können Besucher mit Virtual-Reality-Brillen in ein Korallenriff abtauchen.
11.09.2017, 19:49
Lesedauer: 2 Min
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Von der Schlachte ins Korallenriff
Von Katharina Frohne

In Bremen dreht sich ab kommendem Sonnabend wieder alles um Hafenwirtschaft, Schifffahrt und maritime Forschung. Am 16. September beginnt die zehnte Maritime Woche. Wie in den vergangenen Jahren haben die Veranstalter der City-Initiative ein umfangreiches Programm mit Vorträgen, Lesungen, Entdeckungsfahrten und vielen weiteren Veranstaltungen vorbereitet. Den Abschluss bildet traditionell das Festwochenende mit der Schiffsparade, der Lampionfahrt und dem Höhenfeuerwerk.

Die Woche knüpfe ein Netz zwischen maritimer Wirtschaft, Wissenschaft und Wassersport, sagt Jan-Peter Halves, Geschäftsführer der City-Initiative. „Diese Vielfalt macht den Charme der Veranstaltung aus.“ Auch Projektleiterin Christiane Weiß verspricht ein buntes Programm für die ganze Familie. „Für jedes Alter ist etwas dabei.“

Viele Vorträge und Lesungen zu maritimen Themen

Vier Shanty-Chöre eröffnen die Maritime Woche am Sonnabend mit Konzerten in der Lloyd-Passage. Unter der Woche gibt es eine kostenlose Vortragsreihe im Haus der Wissenschaft. Weitere Vorträge und Lesungen zu maritimen Themen können Interessierte unter anderem an Bord der Oceana und der Alexander von Humboldt besuchen. Wer möchte, kann an einer Entdeckungsfahrt in den Neustädter Hafen teilnehmen und sich etwas über die Container-Wirtschaft erzählen lassen, die Zentrale der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger besichtigen oder den Ship-Handling-Simulator der Hochschule Bremen testen.

Auch das Festwochenende vom 22. bis 24. September bietet ein attraktives Programm: Am Martinianleger treten Bands und Shanty-Chöre auf. Entlang der Schlachte bieten Aussteller maritime Waren an. Bei der Schiffsparade können Besucher 140 Sportboote, aber auch Traditionsschiffe aus Vegesack bewundern. Eingeläutet wird das Wochenende mit der Lampionfahrt auf der Weser. Bei untergehender Sonne werden 120 festlich geschmückte Sportboote die Schlachte passieren. Im Anschluss bringt das Höhenfeuerwerk den Nachthimmel zum Leuchten.

Sand vom Mars und Virtual-Reality-Brillen

Auch die Forschungsmeile wird es wieder geben: Wissenschaftler von mehr als 20 Instituten bieten an der Unteren Schlachte Einblicke in ihre Arbeit. Dabei richten sich die Forscher nicht nur an Nachwuchswissenschaftler: „Die Themen werden allgemeinverständlich und interessant aufbereitet“, sagt Gerold Wefer vom Marum, Zentrum für Marine Umweltwissenschaften. Besucher können Sand vom Mars mit Sand aus der Nordsee vergleichen, ein Forschungsschiff erkunden oder mithilfe von Virtual-Reality-Brillen in ein Korallenriff abtauchen. Mit dabei sind unter anderem das Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie, das Bremer Universum und das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt.

Auch für Wassersport-Interessierte bietet die Maritime Woche wieder einiges. Wer möchte, kann sich über die Navigation, verschiedene Schiffsmotoren oder das Ankern informieren. Bei der Deutschen Meisterschaft der Solarmodellautos gibt es am Sonnabend, 23. September, ganztägig Rennen der selbst gebauten Fahrzeuge. Jugendliche können vor Ort kleine Gefährte basteln. Am Sonntag, 24. September, treten 20 Teams beim Drachenboot-Cup gegeneinander an.

Das vollständige Programm und weitere Informationen gibt es im Internet unter www.maritimewoche.de.

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