Reger Besucherstrom auf der Zierfisch- und Pflanzenbörse in Lesum / Kostenloser Wassertest Von Guppys und Garnelen

Lesum. Sie waren am Freitag mit dem Aufbau beschäftigt, da standen schon die ersten Besucher vor noch leeren Becken. Zur offiziellen Öffnung am Sonnabend stürmten die Gäste morgens gleich im Dutzend den sonst von Schützen genutzten Raum an der Hindenburgstraße. Zierfisch- und Pflanzenbörse, das ist in Lesum zu einer festen Einrichtung geworden, die zahlreiche Besucher aus dem Umkreis anlockt.
07.03.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von IRIS MESSERSCHMIDT

Lesum. Sie waren am Freitag mit dem Aufbau beschäftigt, da standen schon die ersten Besucher vor noch leeren Becken. Zur offiziellen Öffnung am Sonnabend stürmten die Gäste morgens gleich im Dutzend den sonst von Schützen genutzten Raum an der Hindenburgstraße. Zierfisch- und Pflanzenbörse, das ist in Lesum zu einer festen Einrichtung geworden, die zahlreiche Besucher aus dem Umkreis anlockt.

1995 als Interessengemeinschaft zusammengefunden, hat sich drei Jahre später aus den Zierfischliebhabern ein Verein gegründet: die Interessengemeinschaft Aquaristik von 1998 HB-Nord, kurz IGA 98. Im weiten Umkreis ist dieser Name zu einem festen Begriff avanciert, bietet der Verein doch zwei Mal im Jahr (Frühjahr und Herbst) die Zierfisch- und Pflanzenbörse an. Guppys, Skalare, Welse oder Neonsalmler, Platy, Black Molly, Apfelschnecke, kristallrote Garnele oder Napo-Panzerweis - das Angebot an Zierfischen, zusätzlichen Bewohnern oder Pflanzen war auch dieses Mal sehr vielseitig.

45 Becken

Das wissen die Fans dieses Hobbys zu schätzen. So zog es auch die Lesumer Familie Wegner schon früh morgens an die Hindenburgstraße. Während Mama Claudia und ihre achtjährige Tochter Jenny eher der "kuscheligen Tiervariante wie Katzen" zugetan sind, haben es besonders Garnelen Papa Andreas und dem sechsjährigen Torben angetan. Auf der Suche nach Neuzugängen für das hauseigene Aquarium hielten dann auch alle vier Ausschau. Da ließen es sich auch die Damen Wegner nicht nehmen, alle 45 aufgestellten Becken samt Inhalt zu begutachten.

"Das Interesse der Besucher wird stetig größer", freut sich über so viel Andrang auch der Vereinsvorsitzende Arend Funcke. Das liege allerdings nicht zuletzt daran, das die IGA 98 im Umkreis der einzige Anbieter dieser Art sei.

Mit gemischten Gefühlen betrachtet Arend Funcke auch die Hintergründe. Denn: Der Deutsche Tierschutzbund und die Tierschutzvereinigung Pro Wildlife wollen Tierbörsen bundesweit verbieten lassen, da es auf vielen Börsen im vergangenen Jahr Beanstandungen über Tierhaltung und Tierschutz gab.

Für Arend Funcke und seine Mitstreiter ein Unding: "Wir können von uns behaupten, dass wir unsere Börsen immer nach den Richtlinien des Tierschutzes abhalten. Unsere Fische haben Rückzugsmöglichkeiten, Sichtschutz zu den anderen Tieren und ausreichend Platz zum Schwimmen." Regelmäßige Untersuchungen vom Amtsveterinär könnten dies belegen. Zudem sind auch die Aquarianer in Sachen Tierschutz aktiv. Dazu gehört nicht nur während der Börse das kostenlose Angebot, das hauseigene Aquariumwasser per Probe testen und anschließend mit fachmännischem Rat auswerten zu lassen.

"Besonders wichtig ist auf solchen Börsen auch der rege Wissensaustausch", macht Funcke deutlich. So stellten an diesem Börsenwochenende erneut zehn langjährig erfahrene Aquarianer aus, die Anfängern jederzeit mit Rat und Tat zur Seite standen. Denn: "Jede Fischart hat so ihre eigenen Ansprüche an das Wasser und das Aquarium."

Im Übrigen: Tipps gibt es für Anfänger auch während der Treffen des Vereins. Das nächste ist am Montag,14. März, 20 Uhr an der Hindenburgstraße 14a. Weitere Infos: www.iga-hb-nord.de.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+