Twittergewitter zum Tag des Notrufs

Von Taubenrettung bis Handyladung: Feuerwehren twittern ihren Tag

Am Tag des Notrufs twittern Feuerwehren aus ganz Deutschland zwölf Stunden lang über ihre Arbeit – der Humor kommt dabei nicht zu kurz. Auch die Bremer Feuerwehr beteiligt sich an der Aktion.
11.02.2020, 21:00
Lesedauer: 9 Min
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Von Taubenrettung bis Handyladung: Feuerwehren twittern ihren Tag
Von Felix Wendler
Von Taubenrettung bis Handyladung: Feuerwehren twittern ihren Tag

Mehr als 50 Berufsfeuerwehren und Rettungsleitstellen haben beim Twittergewitter mitgemacht.

Guido Kirchner/dpa

Der 11. Februar (aufgrund der Notrufnummer 112) ist der europäische Tag des Notrufs. Mehr als 50 Berufsfeuerwehren und Rettungsleitstellen aus ganz Deutschland nehmen das zum Anlass, zwölf Stunden lang über ihre Einsätze zu informieren. Auch die Feuerwehren aus Bremen, Oldenburg und Hamburg beteiligen sich an der Aktion, die im vergangenen Jahr zum ersten Mal stattgefunden hat.

Die Bremer Feuerwehr berichtet in ihren Tweets von aktuellen Einsätzen. Unterstützung erhalten die Feuerwehrleute dabei vom Bremer Innensenator Ulrich Mäurer (SPD). „Es ist eine faszinierende Tätigkeit“, wirbt Mäurer für den Beruf. Neben den Nachwehen vom Orkan Sabine sind es an diesem Dienstag viele alltägliche Themen, mit denen die Beamten zu tun haben. Auch kuriose Vorfälle finden immer wieder den Eingang in das Twittergewitter.

Viele Feuerwehren nutzen die Gelegenheit, um interne Begrifflichkeiten zu erklären. Wofür zum Beispiel die Abkürzungen RTW oder ITW stehen, listet die Bremer Feuerwehr in einem Tweet auf. Die Einführung der europaweiten Notrufnummer 112 erfolgte übrigens im Jahr 1991. Wann man diese Nummer anrufen sollte, ist häufiger Bestandteil des Twittergewitters. Wofür der Notruf wiederum nicht gedacht ist, schreibt unter anderem die Frankfurter Feuerwehr. Dort heißt es: „Eine junge Dame wollte die Auskunft anrufen und hat dazu die 112 gewählt.“

Neben Einsatzfahrzeugen in allen Variationen sind auch Tiere ein beliebtes Bildmotiv im Twittergewitter. Zum einen in Form von geretteten Hunden und Katzen aus brennenden Häusern oder anderen Notlagen. Zum anderen als Unterstützer der Feuerwehrleute. Insbesondere die Spür- und Rettungshunde sorgen bei Twitter für große Resonanz.

Egal ob die Größe der Löschtanks oder die Länge der Rutschstangen und Schläuche - ein gewisser Wettstreit zwischen den Feuerwehren bleibt nicht aus. Die Bremer Feuerwehr kann übrigens 70 Kubikmeter Löschwasser transportieren. Der Vergleich mit den Hannoveraner Kollegen geht dabei verloren. Nach eigenen Angaben haben die niedersächsischen Nachbarn ein Fassungsvermögen von 160 Kubikmetern.

Am Ende des Tages haben jedoch alle Feuerwehren das gleiche Ziel: für ihre Arbeit zu werben. So finden sich in den Tweets nicht nur immer wieder Aufrufe zu Bewerbungen, sondern auch der Wunsch nach mehr Verständnis. Viele Feuerwehren nutzen den Tag des Notrufs , um auf die zunehmende Gewalt gegenüber den Einsatzkräften aufmerksam zu machen.

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