Bremen Voneinander lernen

„Es ist nicht fair, wenn die Herkunft oder das Einkommen der Eltern über den schulischen Erfolg der Kinder entscheidet“, sagt Stifter Florian Wolff, der aus diesem Grund bereits 2006 ein Nachhilfeprojekt in Peru gegründet hat. Das Konzept, das auf der gegenseitigen Hilfe der Schüler untereinander basiert, begegnete ihm einige Jahre später in Deutschland wieder.
28.09.2016, 00:00
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Von Andr� Fesser

„Es ist nicht fair, wenn die Herkunft oder das Einkommen der Eltern über den schulischen Erfolg der Kinder entscheidet“, sagt Stifter Florian Wolff, der aus diesem Grund bereits 2006 ein Nachhilfeprojekt in Peru gegründet hat. Das Konzept, das auf der gegenseitigen Hilfe der Schüler untereinander basiert, begegnete ihm einige Jahre später in Deutschland wieder. Der Förderverein Chancenwerk aus Castrop-Rauxel, machte damit bereits bundesweit von sich reden und wurde dafür bis heute vielfach ausgezeichnet.Die Idee dahinter ist ganz einfach erklärt. Schüler, die den Jüngeren bei den Hausaufgaben helfen, erhalten ihrerseits Unterstützung von den höheren Jahrgängen. „Die Zeit, die jemand investiert, um anderen zu helfen, bekommt er auf die gleiche Weise wieder zurück“, erklärt Wolff das Grundprinzip des Chancenwerks, das er 2010 nach Bremen geholt hat. Mittlerweile ist er Mitglied im Wirtschaftsbeirat des Vereins. Damit das System für alle funktioniert, zahlen die Jüngsten einen monatlichen Beitrag, und in den höheren Klassen sind es studentische Honorarkräfte, die an die Schulen kommen. „Bildung hat viel mit Vorbildfunktion zu tun und das klappt am besten, wenn der Altersunterschied nicht so groß ist“, meint Wolff. Mit dabei sind in Bremen die Gesamtschule Ost, die Oberschule Kurt-Schumacher-Allee, die Albert-Einstein-Schule und die Oberschule Am Waller Ring. Auf ganz ähnliche Weise soll auch der Übergang in den Beruf gelingen. Beim Chancenwork werden Auszubildende zu Tutoren und berichten Schülern, was sie in einem Unternehmen erwartet.

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