'Meine Haltestelle': Theatrium Vor der Tür des Puppentheaters

Bremen. 'Nächste Haltestelle Lloydstraße': Martina Dominiczak ist am Ziel. Auch an diesem Morgen kurz nach halb acht ist die Straßenbahn der Linie 2 brechend voll. Heerscharen von Schülern sind nach Walle unterwegs. 'Ein Riesenauflauf', sagt Martina Dominiczak und steigt an 'ihrer' Haltestelle aus.
13.01.2010, 15:27
Lesedauer: 1 Min
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Von Niels Kanning

Bremen. 'Nächste Haltestelle Lloydstraße': Martina Dominiczak ist am Ziel. Auch an diesem Morgen kurz nach halb acht ist die Straßenbahn der Linie 2 brechend voll. Heerscharen von Schülern sind nach Walle unterwegs. 'Ein Riesenauflauf', sagt Martina Dominiczak und steigt an 'ihrer' Haltestelle aus. Kurz über die Fußgängerampel und schon hat die Grollanderin ihren Arbeitsplatz erreicht. Im Puppentheater 'Theatrium' ist sie für Organisation und Marketing, Verwaltungs- und Büroarbeiten zuständig.

Am 1. September 2009 ist das „Theatrium“ vom Schnoorviertel nach Utbremen ins sanierte Volkshaus umgesiedelt. Seitdem hat sich der Arbeitsweg von Martina Dominiczak geändert. Sie steigt in der Norderländer Straße in Grolland ein. Die Linie 1 bringt sie zum Brill. Raus aus der Bahn, rüber über die Kreuzung in Richtung Hutfilterstraße und weiter geht’s mit Linie 2 Richtung Gröpelingen. Dieses mühsame Umsteigen teilt Martina Dominiczak jeden Morgen mit Hunderten von Fahrgästen. Viel zu eng seien die Fußgängerüberwege, findet Dominiczak.

Was die Marketingexpertin am neuen Standort Lloydstraße sehr schätzt, ist die Nähe zur Haltestelle. Früher ging Dominiczak zu Fuß von der Domsheide in die Wüste Stätte. Heute ist die Haltestelle nur einen Steinwurf von ihrem Arbeitsplatz entfernt. 15 bis 20 Minuten reine Fahrtzeit benötigt die BSAG-Kundin, die bei gutem Wetter gerne mit dem Fahrrad fährt.

Dass das „Theatrium“ mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach dem Umzug viel besser erreichbar ist, davon profitieren vor allem die älteren Gäste und natürlich die Kindergruppen. Die Haltestelle Lloydstraße sei ja nicht besonders attraktiv und auch nicht sehr stark frequentiert, findet Dominiczak. Seit aber das „Theatrium“ ins Volkshaus eingezogen ist, sehe man morgens Kindergruppen aus der Bahn aussteigen und in Zweierreihen zur Ampel gehen.

Wenn der Feierabend naht, muss Martina Dominiczak nur aus dem Fenster gucken. „Ich kann fast die Anzeigetafel sehen.“ Gerade fährt eine Straßenbahn in Richtung Innenstadt. Jetzt weiß die Grollanderin: Sie kann ihre Jacke anziehen, sich von den Kollegen verabschieden, auf die Straße treten und ihr BOB-Ticket herausholen. Gleich kommt die Bahn, sie ist meistens ausgesprochen pünktlich.

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