Bremer Sozialbehörde

Vorerst kein Flüchtlingsschiff im Kohlehafen

Die Sozialbehörde verzichtet vorerst auf die Unterbringung von Flüchtlingen auf einem Schiff im Kohlehafen. Die Idee scheitert an den erheblichen finanziellen Nachforderungen eines Schiffseigners.
16.12.2015, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Vorerst kein Flüchtlingsschiff im Kohlehafen
Von Jürgen Theiner
Vorerst kein Flüchtlingsschiff im Kohlehafen

Blick in den Kohlehafen.

Frank Thomas Koch

Die Sozialbehörde verzichtet vorerst auf die Unterbringung von Flüchtlingen auf einem Schiff im Kohlehafen. Das hat Staatsrat Jan Fries am Dienstag in der Sozialdeputation mitgeteilt.

Laut Fries hatte seine Behörde bereits eine Absichtserklärung mit einem Schiffseigner unterzeichnet, doch der habe erhebliche finanzielle Nachforderungen gestellt. Unter den geforderten Konditionen sei das Projekt nicht mehr vertretbar gewesen, so Fries.

Im November hatte sich der Beirat Gröpelingen bereits gegen Pläne ausgesprochen, gut 400 Flüchtlinge auf einem schwimmenden Wohnheim im Kohlehafen einzuquartieren. In der Deputation griffen Sprecher mehrerer Fraktionen diese Bedenken auf. „Ich möchte kein Flüchtlingsschiff im Kohlehafen. Dort gibt es überhaupt keine Infrastruktur für die Bewohner einer solchen Einrichtung“, so Petra Krümpfer (SPD).

„Der Hafen ist Industriegebiet, und dort darf baurechtlich eigentlich niemand wohnen“, ergänzte Sophia Leonidakis (Linke). „Zelte und Turnhallen will aber auch keiner“, entgegnete Klaus Möhle (SPD). Angesichts der Notlage bei der Unterbringung von Flüchtlingen könne man für die Zukunft keine Option ausschließen.

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