Taschendiebe und Trickbetrüger Vorsicht vor Dieben auf Weihnachtsmärkten

Der Besuch auf dem Weihnachtsmarkt gehört zur Adventszeit dazu. Doch bei dichtem Gedränge zwischen Glühweinstand und Lebkuchenbude müssen Besucher auch mit Taschendieben und Trickbetrügern rechnen.
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Vorsicht vor Dieben auf Weihnachtsmärkten
Von Florian Schwiegershausen

Oftmals bemerken die Bestohlenen viel zu spät, dass ihr Portemonnaie samt Bargeld und Zahlungskarten weg ist. Die möglichen finanziellen Schäden können erheblich sein, von der Aufregung ganz zu schweigen. Annabel Oelmann, Vorstand der Verbraucherzentrale Bremen, erläutert: „Auf der sicheren Seite sind Karteninhaber, die im Umgang mit Girocard, also der früheren EC-Karte, und Geheimzahl ihren Sorgfaltspflichten nachkommen. Dann erstatten Banken und Sparkassen in der Regel unberechtigte Abbuchungen, falls die Karte missbräuchlich eingesetzt wird.“ Weitere Haftungsbedingungen sind von den Kreditinstituten in ihren jeweiligen Allgemeinen Geschäftsbedingungen festgelegt.

Am besten sollten die Besucher für den Weihnachtsmarkt nur so viel Bargeld mitnehmen, wie sie tatsächlich benötigen. „Verteilen Sie Bargeld, Girocard und Kreditkarte in verschlossenen Innentaschen der Kleidung, beziehungsweise nutzen Sie einen Geldgürtel oder einen Brustbeutel“, rät Annabel Oelmann. Die Handtasche sollte immer geschlossen und mit der Verschlussseite eng am Körper getragen werden.

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Wurde das Portemonnaie schließlich doch gestohlen, gilt es sich schnellstmöglich vor unberechtigten Abbuchungen zu schützen. Margit Schneider, Vorstandsvorsitzende des Vereins Sperr-Notruf 116 116, empfiehlt: „Sobald Verbraucher den Diebstahl bemerken, sollten sie alle Zahlungskarten, die sich in der Geldbörse befanden, umgehend sperren. Über den Sperr-Notruf 116 116 geschieht dies in nur einem Schritt – weltweit und rund um die Uhr.“ Wer den Diebstahl seiner Zahlungskarten bemerkt, sollte umgehend den zentralen Sperr-Notruf 116 116 wählen. Mit dieser Nummer lassen sich alle Girocards und die meisten Kreditkarten sperren. Aus Deutschland ist die 116 116 kostenfrei, Gebühren für Anrufe aus dem Ausland sind abhängig vom ausländischen Anbieter/Netzbetreiber. Auf der Internetseite www.sperr-notruf.de gibt es eine Liste der teilnehmenden Geldinstitute.

Das allein reicht noch nicht. Zusätzlich sollten die Bestohlenen umgehend ihre Bank oder Sparkasse informieren. Oelmann sagt außerdem: „Zeigen Sie den Diebstahl auch bei der Polizei an. Diese kann die Girocard für das elektronische Lastschriftverfahren, also für das Bezahlen mit Karte und Unterschrift sperren. Danach sollte der Bankkunde die folgenden Wochen sorgfältig aufs Konto schauen und unrechtmäßige Lastschriften zurückbuchen lassen.

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