Vorstandsmitglieder bleiben im Amt

Bremer AfD-Parteitag wehrt Attacke auf Vorstand ab

Die Mitglieder der Bremer AfD haben sich bei ihrem Landesparteitag am Sonnabendnachmittag hinter ihren Vorsitzenden Peter Beck und ihren Landesschatzmeister Mertcan Karakaya gestellt.
17.10.2020, 17:54
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Bremer AfD-Parteitag wehrt Attacke auf Vorstand ab
Von Justus Randt
Bremer AfD-Parteitag wehrt Attacke auf Vorstand ab

Peter Beck bleibt trotz Abwahlversuchs Vorsitzender der AFD im Land Bremen.

Christina Kuhaupt

Die Mitglieder der Bremer AfD haben sich bei ihrem Landesparteitag am Sonnabendnachmittag hinter ihren Vorsitzenden Peter Beck und ihren Landesschatzmeister Mertcan Karakaya gestellt. Der frühere Bremerhavener Fraktionsvorsitzende der Partei, Thomas Jürgewitz, und Frank Magnitz, ehemals Sprecher des Landesverbandes, hatten gemeinsam mit mehr als 25 Unterstützern die Abwahl der beiden beantragt.

Die von juristischen Scharmützeln begleitete Auseinandersetzung macht die Flügelkämpfe innerhalb der Partei deutlich. Als die Entscheidung fiel, hatte der Parteitag in einem Huchtinger Lokal bereits mehr als sechs Stunden gedauert. Der Landesverband hat nach Vorstandsangaben aktuell 127 Mitglieder. 54 Wahlberechtigte stimmten schließlich über die Parteiführung ab: 28 wollten Beck abwählen, 24 wollten ihn im Amt halten, zwei Mitglieder enthielten sich. Zur Abwahl wäre eine Zweidrittel-Mehrheit erforderlich gewesen. Ein ähnliches Ergebnis erzielte auch Schatzmeister Karakaya mit 27 zu 23 Stimmen bei zwei Enthaltungen - von nur noch 52 abgegebenen Stimmen.

Lesen Sie auch

Aber auch der amtierende Vorstand kam nicht mit allen seinen Vorstößen durch. Eine ganze Reihe von Anträgen, die ihrerseits die Abwahl des Landesschiedsgerichts, die Ab- und Neuwahl der Delegierten und Ersatzdelegierten für Bundesparteitage und für den Konvent zum Inhalt hatten, wurden - zur Genugtuung von Jürgewitz - von der Tagesordnung gestrichen. Versammlungsleiter Uwe Wappler aus Oyten, stellvertretender AFD-Landeschef in Niedersachsen, stellte fest, dass nicht alle Unterstützer-Unterschriften fristgerecht geleistet wurden. „Als Tipp fürs nächste Mal“ gab Wappler den Bremern die „amtliche Ansage“ mit auf den Weg: „Erst unterschreiben, dann die Anträge stellen.“

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+