Vorwürfe gegen Wohnungsgesellschaft Geschäftsführer der Brebau vorläufig freigestellt

Über Stunden tagte der Aufsichtsrat am Freitag in seiner außerordentlichen Sitzung. Am Ende des Tages steht fest: Die Geschäftsführer der Brebau werden vorläufig freigestellt.
21.05.2021, 20:04
Lesedauer: 1 Min
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Geschäftsführer der Brebau vorläufig freigestellt
Von Lisa Schröder

Die Geschäftsführer der städtischen Brebau Thomas Tietje und Bernd Botzenhardt werden bis zur Klärung der Rassismusvorwürfe gegen Mitarbeiter freigestellt. Das Bremer Finanzressort teilte die Entscheidung am Freitag im Anschluss an die mehrstündige Sitzung des Aufsichtsrats mit. Darin beschlossen wurde zudem, dass der Bremer Jurist Matthias Stauch als externer Prüfer die Vorgänge im Unternehmen untersuchen soll.

Seinen Bericht erwartet der Aufsichtsrat bis Ende Juni. Bis dahin sollen die Geschäftsführer freigestellt sein, "um jeden Anschein einer Einflussnahme auf die Erstellung des Berichts von vornherein auszuschließen". Mit der Freistellung sei keine vorweggenommene Schuldzuweisung verbunden. Eine kommissarische Geschäftsleitung soll in der Zeit das Unternehmen führen.

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"Es ist beschämend, dass Menschen mit Migrationsbiografie offenbar bei der Wohnungssuche systematisch diskriminiert werden", äußerte sich Bremens Finanzsenator Dietmar Strehl (Grüne) als Aufsichtsratschef in der Mitteilung. Die "offenkundig rassistische Praxis, die bei der Brebau vorgekommen ist, muss unverzüglich beendet und der Sachverhalt komplett aufgeklärt werden".

Wegen der Vorwürfe gegen Mitarbeiter der Brebau, Menschen bei der Wohnungssuche diskriminiert zu haben, kam das Kontrollgremium am Freitag zusammen. Radio Bremen hatte berichtet, dass bestimmte Wohnungssuchende bei der Brebau benachteiligt worden sind – zum Beispiel Menschen mit Migrationshintergrund.

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