Baudeputation tagt

Votum für Bau an Blumenstraße

Die Abgeordneten der Baudeputation haben zwei umstrittenen Bauplänen zugestimmt. Die Hinterhofbebauung im Bereich Blumenstraße im Ostertor und die Wohnblöcke in Vegesack sollen kommen.
14.02.2020, 06:05
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Votum für Bau an Blumenstraße
Von Pascal Faltermann
Votum für Bau an Blumenstraße

Das Bauprojekt in der Weserstraße in Vegesack war ebenfalls Thema in der Baudeputation.

Christian Kosak

Eigentlich ist es nicht vorgesehen, dass in Deputationssitzungen Bürger zu Wort kommen. In der Baudeputation am Donnerstag ließen es die Abgeordneten beim Bebauungsplan für einen Neubau im Bremer Ostertor aber zu. Das sorgte erst für hitzige Diskussionen, dann für lautstarke Empörung bei den Vertretern einer Bürgerinitiative, als dem Vorhaben zugestimmt wurde. Ruhiger verlief es bei den Themen Bauplan Weserstraße in Vegesack oder dem Verkauf eines Immobilienpakets der Bau-Gruppe an die LEG.

Blumenstraße: Um die geplante Hinterhofbebauung im Bereich Blumenstraße/Ostertorsteinweg hatte es im Vorfeld viel Streit gegeben. Eine Anwohnerinitiative ist dagegen, weil sie den geplanten Wohnungskomplex zu groß findet. Und auch der Koalitionsausschuss aus Vertretern von SPD, Grünen und Linken musste sich zunächst auf eine Lösung verständigen. Am Donnerstag ist nun der Bebauungsplan mit Stimmen der Regierungsvertreter auf den Weg gebracht worden. CDU und FDP enthielten sich, weil sie die Vorlage erst kurz vor der Sitzung erhalten hatten. Der Plan wird nun erneut öffentlich ausgelegt. „Wir haben Verbesserungen vorgenommen“, sagte Bausenatorin Maike Schaefer (Grüne). „Es ist ein Kompromiss“, sagte Michael Jonitz (CDU).

Weserstraße: Die Realisierung der beiden geplanten Wohnblöcke an der Weserstraße in Vegesack ist ebenfalls wahrscheinlicher geworden. Die Deputierten von SPD, Grünen, Linken und FDP stimmten dem veränderten Bebauungsplan grundsätzlich zu. Er wird nun erneut öffentlich ausgelegt. Veränderungen sind nach Auskunft eines Behördensprechers jetzt allenfalls noch im Detail möglich. Um das Bauvorhaben direkt am Vegesacker Stadtgarten gibt es eine lange Streit-Geschichte.


Wohnungsverkauf an die LEG: Rund 1200 Wohnungen haben in Bremen den Besitzer gewechselt. Die börsennotierte LEG Immobilien AG hatte die Gewoba und Brebau beim Erwerb eines großen Immobilienpakets ausgestochen (wir berichteten). Zu den Hintergründen äußerte sich Arne Sünnemann, Leiter der Abteilung Stadtentwicklung bei der Bausenatorin. Weil die Gewoba beim Mitbieten nicht zum Zuge gekommen war, suche die Behörde nun das Gespräch mit der LEG, damit die Stadt auf die Entwicklung einwirken könne, so Sünnemann.

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