Bauantrag für Grundstück an der Holsteiner Straße ist gestellt – Politiker freuen sich über Kehrtwende

Walle soll wieder einen Baumarkt bekommen

Walle bekommt wieder einen Baumarkt an der Holsteiner Straße: Diese Nachricht – fast schon eine kleine Sensation – sorgte vorige Woche für Begeisterung im Stadtteil.
16.01.2017, 00:00
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Von Anne Gerling
Walle soll wieder einen Baumarkt bekommen

Dieses Bild bietet sich seit geraumer Zeit: Die Brandruine des früheren Baumarktes an der Holsteiner Straße. Nun liegt ein Bauantrag für einen Neubau vor.

Roland Scheitz

Walle bekommt wieder einen Baumarkt an der Holsteiner Straße: Diese Nachricht – fast schon eine kleine Sensation – sorgte vorige Woche für Begeisterung im Stadtteil.

Denn nachdem im Juli 2013 der Toom-Markt im Osterfeuerbergviertel abgebrannt war, sah es lange Zeit nicht danach aus, als könnte es jemals wieder einen Baumarkt im Bremer Westen geben. Die Fläche im Osterfeuerbergviertel sei zu klein und somit uninteressant für etwaige Betreiber, hieß es. In der Überseestadt wiederum könne aufgrund baurechtlicher und verkehrstechnischer Gegebenheiten kein Baumarkt angesiedelt werden.

Und so müssen Waller Handwerker, Bastler und Heimwerker notgedrungen seit nunmehr dreieinhalb Jahren weite Wege auf sich nehmen, um die nächstgelegenen Baumärkte in Hastedt oder Bremen-Nord anzusteuern. Kaum jemand wagte wohl noch zu hoffen, dass sich an dieser Situation noch einmal etwas ändern würde – was sich jetzt also überraschend abzeichnet.

„Die Fraktionen im Waller Beirat begrüßen diese Entscheidung außerordentlich. Zeigt sie doch, dass es absolut richtig war, immer wieder darauf hinzuweisen, dass der Bremer Westen in der Versorgung mit einem Baumarkt kein weißer Fleck bleiben darf“, zeigten sich die Waller Stadtteilpolitiker erfreut über die Kehrtwende in der „Baumarkt-Frage“.

Im Rahmen eines Änderungsverfahrens zum Bebauungsplan 2468 hatten sich im vergangenen Herbst alle Beiratsfraktionen dafür stark gemacht, dass es eine Ansiedelungsmöglichkeit für einen Baumarkt geben müsse. Auch AfD-Politiker Gerald Höns, der im Mai 2015 in den Waller Beirat gewählt wurde, hatte beharrlich versucht, zwischen den unterschiedlichen Akteuren zu vermitteln, damit wieder ein Baumarkt nach Walle käme.

Der Erfolg hat bekanntlich viele Väter. So bedankte sich der Waller Beirat nun auch ausdrücklich bei der Wirtschaftsförderung (WFB) dafür, „dass sie in ihren Bemühungen nicht nachgelassen hat, einen Betreiber für das verwaiste Gelände an der Holsteiner Straße zu finden.“

Bei der WFB zeigt man sich verhalten. „Die Voraussetzung dafür, dass ein Baumarkt kommt, ist die, dass ein Bauantrag gestellt und genehmigt wird“, sagt WFB-Sprecherin Juliane Scholz. „An dieser positiven Entwicklung haben viele teil, die sich darum gekümmert haben.“ Der erste Schritt jedenfalls ist gemacht: „Uns liegt ein Bauantrag vor“, bestätigt Björn Döhle vom Bauressort, „und auch wir begrüßen diese Entwicklung!“

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