Reinigung in Kläranlage Seehausen Waller Fleet: Wasser abgepumpt

Bremen. Deutlich verbessert hat sich die Wasserqualität im Waller Fleet. Wie das Umweltressort auf Nachfrage mitteilte, ist das beim Großbrand auf der Blockland-Deponie vor drei Wochen verunreinigte Wasser abgepumpt worden.
28.09.2016, 00:00
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Von Frank Hethey

Bremen. Deutlich verbessert hat sich die Wasserqualität im Waller Fleet. Wie das Umweltressort auf Nachfrage mitteilte, ist das beim Großbrand auf der Blockland-Deponie vor drei Wochen verunreinigte Wasser abgepumpt worden. Mehrere Hunderttausend Liter hat der Umweltdienstleister Hansewasser nach eigener Angabe bis zum vergangenen Donnerstag in der Kläranlage Seehausen gereinigt. Zunächst hatten das Umweltressort und der Bremische Deichverband am rechten Weserufer auf die Selbstreinigungskraft durch die angekündigten Regenfälle gesetzt. Als die ausblieben, nahm die Umweltbehörde den Entsorgungsbetrieb Nehlsen in die Pflicht. In Abstimmung mit Hansewasser wurde das kontaminierte Wasser im Laufe einer Woche über das Pumpwerk Fahrwiesendamm umgepumpt.

Die Folgen können sich im wahrsten ­Sinne des Wortes sehen lassen. „Nach dem Abpumpen haben wir eine deutliche Verbesserung festgestellt“, sagt Martina Völkel vom Umweltressort. Das Wasser im Oberlauf des Waller Fleets sei jetzt nicht mehr schwarz, sondern bräunlich bis grünlich. Verbessert hätten sich auch die entscheidenden Parameter bei den chemischen ­Analysen der entnommenen Wasserproben. „Die schlimmsten Schadstoffanteile sind rausgepumpt worden.“ Mit einer weiteren Normalisierung rechnet Völkel in den kommenden Tagen und Wochen. Für eine ­völlige Entwarnung ist es laut Völkel aber noch zu früh. Zum Wässern sei das Wasser aus dem Fleet noch nicht geeignet. „Die ­Kleingärtner sollten warten, bis es wirklich kräftig geregnet hat.“

Beim Großbrand auf der Blockland-Deponie war giftiger Feuerlöschschaum in das Waller Fleet gelangt. Die Folge: Das Wasser verwandelte sich innerhalb kürzester Zeit in eine schwarze Brühe, die Vegetation wurde schwer in Mitleidenschaft gezogen. Daraufhin warnte die Umweltbehörde ­davor, mit dem kontaminierten Wasser in Berührung zu kommen. Wenn jetzt noch tote ­Fische im Waller Fleet treiben, muss das laut Deichverband nicht notwendig mit der Verunreinigung zu tun haben. Aufgrund des warmen Wetters sei der Sauerstoffgehalt im Wasser geringer als sonst üblich. Erst bei einer signifikanten Anzahl toter Fische ­bestehe Handlungsbedarf.

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