Lichtluftbad lockt Walpurgis-Spektakel als Tanz in den Mai

Das Lichtluftbad auf dem Stadtwerder lädt zum bunten Spektakel am Montag, 30. April, ein. Dann werden Feuerkunst, Hexen, Elfen, Fabelwesen, Mythen, Riten und Zauberei geboten.
21.04.2018, 18:44
Lesedauer: 2 Min
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Walpurgis-Spektakel als Tanz in den Mai
Von Karin Mörtel

Emsiges Treiben herrscht im Lichtluftbad (Liluba) auf dem Stadtwerder in diesen Tagen. Der traditionelle „Walpurgistanz in den Mai“ steht vor der Tür, und dafür wollen die Veranstalter das weitläufige Gelände reichhaltig ausstaffieren. „Die uralten Bäume unter dem Vollmond, der in dieser Nacht scheinen wird, bieten dafür eine perfekte Kulisse, für mich ist das hier ohnehin ein verwunschener, mystischer Ort“, meint Anselm Züghart vom Verein „Prießnitz in Bremen“, der das Liluba betreibt. Mit speziellen Lichtinstallationen, Feuerkörben und Dekoration wollen nun die Macher diesen Eindruck noch verstärken – und dadurch die Fantasie ihrer Besucher beflügeln.

Zum bunten Spektakel am Montag, 30. April, gehört neben Feuerkunst, Hexen, Elfen, Fabelwesen, Mythen, Riten und Zauberei. „Zu diesem Brauch gehört es sich einfach, dass mit Zaubertrank und Hexentanz mystisch und wild der Sommer begrüßt und der Winter vertrieben wird“, sagt Züghart, der auch selbst auf der Bühne zu sehen sein wird.

Für die Veranstalter ist der Tanz in den Mai zugleich die Eröffnung der Sommersaison des Liluba, auch wenn dort für Vereinsmitglieder an 365 Tagen im Jahr geöffnet ist. Außerdem sei die Walpurgisnacht ein klares Signal für Kulturinteressierte, dass die Bremer Künstlerszene sich ab sofort wieder auf den Open-Air-Bühnen der Stadt präsentieren wird. „Davon haben wir nicht allzu viele, das macht Orte wie diesen im Liluba umso wertvoller und schützenswerter“, findet Züghart.

Mitmachen ist während der Veranstaltung ausdrücklich erwünscht, sei es durch fantasievolle Hexen-Verkleidungen oder gegenseitige Rücksichtnahme. „Wir wollen keine reine Konsumveranstaltung sein, sondern wünschen uns, dass die Besucher Teil des Ganzen werden“, formuliert der Vereinsvorsitzende sein Anliegen. Kooperationspartner sind das Lagerhaus sowie die Bremer Shakespeare-Company.

Die musikalische Bandbreite reicht ­während der bremischen Variante der Walpurgisnacht von orchestralem Cello-Sound zu Ethno-Beats über Funk und Soul bis hin zu Deep House. Mit dabei sind unter ­anderem „Seattle Tea House & friends“, ­Sibyll Mandragora, „The Liquid Circus“, „Cellosound Bremen (HfK)“, „Stelzenart“ und „The Witch-Bitches“. Der Abend ­beginnt mit einem magischen Intro mit der Hexe Sibyll MandraGora, gibt Züghart einen Ausblick auf das Programm, betont aber auch: „Es sind immer einige Überraschungen dabei, daher verraten wir vorher nicht alles.“ Mit einem traditionellen Hexenritual stimmt sie die Besucher auf den Abend ein, um sie auf eine Reise in bezaubernde ­Klangwelten ­mitzunehmen: Mystischer Gesang und ethnische Instrumente kombiniert mit sanften elektronischen Beats schaffen dabei im Hintergrund eine spirituelle Atmosphäre.

Nach diesem sinnlichen Einstieg spielt dann das Cello-Sound Orchester der Hochschule für Künste ein kurzes Walpurgis-Konzert unter der Leitung von Professor Alexander Baillie: Acht junge Cellisten spielen ein dynamisches Repertoire – intensiv und klanggewaltig – passend zum Tanz der Hexen mit dem Teufel. „Das Orchester wollte in der Walpurgisnacht unbedingt spielen und kam dann durch Zufall auf unsere Veranstaltung“, berichtet Züghart und freut sich auf die jungen Musiker.

Das zentrale Thema des Abends zeigt sich auch in der Aufführung von Seattle Tea House. Die Performance-Truppe hat eine Darbietung mit den Witch-Bitches vorbereitet, die theatral und augenzwinkernd Hexen auf die Bühne bringt. „Und dazu gibt es ab 21 Uhr intelligente Partymusik, schließlich wollen die Leute endlich wieder draußen tanzen“, verspricht Züghart.

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