Erneuter Warnstreik betrifft auch BSAG

Nahverkehr in Bremen steht am Mittwoch still

Die Gewerkschaft Verdi hat für Mittwoch zu einem erneuten Warnstreik im öffentlichen Dienst aufgerufen. Das betrifft auch die BSAG. Busse und Bahnen fahren bis in den frühen Donnerstagmorgen nicht.
06.10.2020, 07:49
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Nahverkehr in Bremen steht am Mittwoch still
Von Jan-Felix Jasch
Nahverkehr in Bremen steht am Mittwoch still

Am Mittwoch werden keine Busse und Bahnen der BSAG durch Bremen fahren.

Frank Thomas Koch

Am Mittwoch drohen erneut Behinderungen im öffentlichen Nahverkehr. Die Gewerkschaft Verdi hat knapp 90.000 Beschäftige zu einem bundesweiten Warnstreik aufgerufen. In Bremen und Niedersachsen sind nach Angaben der Gewerkschaft Verdi am Mittwoch 6000 Beschäftigte der Nahverkehrsbetriebe in Hannover, Bremen, Braunschweig, Wolfsburg, Göttingen und Goslar zum Warnstreik aufgerufen.

Wie die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) mitteilte, werden in der Zeit von Mittwoch, 3 Uhr, bis Donnerstag, ebenfalls um 3 Uhr, keine Busse und Bahnen verkehren. Betroffen vom Streik sind alle Linien der BSAG. Auch die Kundencenter am Hauptbahnhof, an der Domsheide und in Vegesack bleiben geschlossen. Fahrgäste werden gebeten, am Tag des Warnstreiks auf andere Verkehrsmittel auszuweichen.

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Bereits in der vergangenen Woche war Bremen bestreikt worden. Ein Chaos blieb jedoch aus. Grund für den Warnstreik ist die Entscheidung der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände, nicht in Verhandlungen für einen bundesweit gültigen Tarifvertrag einsteigen zu wollen. In den vergangenen Jahren hatte jede Kommune mit ihrem jeweiligen Verkehrsbetrieb eigene Verträge abgeschlossen. Insgesamt geht es um 130 Unternehmen im öffentlichen Personennahverkehr mit 87.000 Mitarbeitern. Verdi fordert für sie unter anderem deutschlandweit zentrale Regelungen zu Urlaubstagen oder Sonderzahlungen.

Die Züge, die Pendler aus dem Umland nach Bremen bringen, sollen planmäßig unterwegs sein. Der Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen erwartet keine Einschränkungen, die Mitgliedsunternehmen seien nicht betroffen. Firmen wie die Nordwestbahn oder die Metronom Eisenbahngesellschaft bleiben von den Streiks unberührt. Auch die Regionalbusse, die Fahrten nach Bremen anbieten, sollen wie gewohnt im Einsatz sein.

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