Uni-Serie (6) Was machen Freizeitwissenschaftler?

Bremen. In einer Reihe stellen wir Studiengänge der Bremer Hochschulen vor, unter denen man sich spontan wenig Konkretes vorstellen kann. Mit was befassen sich beispielsweise die Studenten der Angewandten Freizeitwissenschaft, welche Karriereaussichten bieten sich?
27.09.2010, 15:05
Lesedauer: 2 Min
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Von Miriam Keilbach

Bremen.In einer Reihe stellen wir Studiengänge der Bremer Hochschulen vor, unter denen man sich spontan wenig Konkretes vorstellen kann. Mit was befassen sich beispielsweise die Studenten der Angewandten Freizeitwissenschaft, welche Karriereaussichten bieten sich?

Was machen Sie in Ihrer Freizeit gern? Joggen? Lesen? Computer spielen? An der Hochschule Bremen gibt es den internationalen Studiengang „Angewandte Freizeitwissenschaft“. Dieser beschäftigt sich allerdings nicht damit, die gängigen Hobbys auszuprobieren, sondern sie zu erforschen. Es geht darum, wie Freizeit gestaltet werden kann. Das beinhaltet den Medienkonsum wie Tagesausflüge beispielsweise ins Klimahaus. Auch Tourismus spielt eine Rolle.

Das Studium ist sehr vielseitig. Vermittelt werden sowohl sozial-, wirtschafts-, natur- und rechtswissenschaftliche als auch methodische Grundlagen der Freizeit- und Tourismuswissenschaften. Außerdem können Informatik und Fremdsprachen gelernt werden.

Studieren auf Englisch

Das Studium findet zu 60 Prozent auf Englisch statt, weshalb die Englischnote Drei im Abiturzeugnis Zulassungsvoraussetzung ist. „Zudem ist das Studium interdisziplinär ausgerichtet, das ist einzigartig in Deutschland“, sagt Renate Freericks, Leiterin des Studiengangs. Zur Freizeitpädagogik und der Kulturarbeit werden auch wirtschaftliche Kompetenzen vermittelt.

Drei Stränge beinhaltet das Studium, das der gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät unterstellt ist. Der erste Teil umfasst Sozialwissenschaften mit Pädagogik, Psychologie und Soziologie, der zweite Management und Marketing. Außerdem geht es um Politik, Nachhaltigkeit und Planung.

Die Studenten können im vierten und siebten Semester einen Schwerpunkt wählen. Neben der Theorie gibt es einen Praxiskomplex mit einem fünfmonatigen Praktikum und einer Projektwerkstatt, Learners‘ Company. So versucht die Hochschule Bremen eine Verbindung zwischen praxisbezogener und akademischer Ausbildung zu schaffen. In der Learners‘ Company vergeben zehn Auftraggeber aus der Praxis Projekte, „beispielsweise ein Stadtmarketingkonzept zu entwickeln“, so Freericks. Sechs Wochen arbeiten je zehn Studenten mit einem Auftraggeber zusammen.

Hoher Praxisanteil

Das Studium dauert sieben Semester inklusive eines Praxis- und eines Auslandssemesters. Partnerhochschulen hat der Studiengang in rund 30 Ländern auf allen Kontinenten. 1998 wurde Angewandte Freizeitwissenschaften als Diplom eingeführt, seit 2005 gibt es das Bachelor- und Masterprogramm. Der Numerus Clausus liegt bei etwa 1,6. Ein achtwöchiges Praktikum im Freizeit- oder Tourismusbereich wird vorausgesetzt.

Der Master ist forschungsorientiert und baut sowohl auf den Freizeitwissenschafts- als auch auf den Tourismus-Bachelor auf. Im ersten Semester wird Methodik, Qualitätsmanagement und Trendforschung vermittelt, im zweiten führen die Studenten Feldstudien zu Themen wie Kultur, Nachhaltigkeit, Gesundheit durch. Im dritten steht die Masterarbeit an.

Weitere Informationen:www.isaf.hs-bremen.de

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