Überblick über Proteste in Bremen und umzu

Was Sie zur Großdemo von "Fridays for Future" wissen müssen

Weltweit stehen am Freitag die nächsten Großstreiks fürs Klima an. Auch in Bremen und der Region sind zahlreiche Fridays-for-Future-Aktionen geplant. Wir zeigen, wo und geben Informationen zum Ablauf.
26.11.2019, 10:03
Lesedauer: 2 Min
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Von Vanessa Ranft Marc Hagedorn
Was Sie zur Großdemo von "Fridays for Future" wissen müssen

Im September nahmen tausende Menschen in Bremen am "globalen Klimastreik" teil. Dieses Mal werden weniger Teilnehmer erwartet.

Frank Thomas Koch

In mehr als 400 Städten und Gemeinden wird am Freitag, 29. November, für mehr Klimaschutz gestreikt. Das kündigt die deutsche Fridays-for-Future-Bewegung auf ihrer Homepage an. Hintergrund des vierten globalen Klimastreiks ist die Kritik am Klimapaket der Bundesregierung, das im September vorgelegt wurde, und der Beginn der Weltklimakonferenz in Madrid.

Wann wird gestreikt und wie ist die Streckenführung?

In Bremen startet der Klimastreik um 10 Uhr auf der Bürgerweide. Von dort aus soll sich ein Demonstrationszug in Bewegung setzen, der wegen des Weihnachtsmarktes allerdings nicht zum Rathaus führen wird, sondern über die Straßen Herdentor, Wall, Bürgermeister-Smidt-Straße, Martinistraße, Tiefer, Osterdeich, Sielwall über den Dobben zurück zur Bürgerweide. Dort sind zum Abschluss der Demonstration ab 12 Uhr eine Kundgebung und Live-Musik von der Rockband "Til" geplant.

Im Anschluss ist für 14 Uhr die Pressekonferenz "Autofreie Stadt Bremen" im Überseemuseum angesetzt, bei der die Fridays-for-Future-Aktivisten ihr Konzept für eine autofreie Bremer City vorstellen wollen sowie ab 16 Uhr ein Wintermarkt am Altenwall. Dort gibt es Vorträge von Wissenschaftlern, Infostände und Plätzchen sowie ab 18 Uhr ein Konzert von "Freaks Dynamite".

Um 10 Uhr wird die Fridays-for-Future Demo in Bremen starten und die rot markierte Route entlanglaufen.

Um 10 Uhr wird die Fridays-for-Future Demo in Bremen starten und die rot markierte Route entlanglaufen.

Foto: Grafik Weser Kurier

Wird es zu Verkehrsbehinderungen kommen?

Die Polizei rechnet am Freitag mit erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen. Auch bei der Ein- und Ausfahrt von Parkhäusern könne es zu Behinderungen kommen. Fahrgäste von Bussen und Bahnen werden am Streiktag an den betroffenen Haltestellen von Mitarbeitern der Bremer Straßenbahn AG (BSAG) über Umleitungen und Verspätungen informiert, sagt deren Sprecher Jens-Christian Meyer. Die BSAG wird zudem etwa drei Stunden vor und drei Stunden nach Ende der Veranstaltung keine Tickets in Bremen und Bremen-Nord kontrollieren. Mit anderen Worten: Die An- und Abreise ist kostenlos.

Wie viele Teilnehmer werden erwartet?

Ende September hatte die Bremer Fridays-for-Future-Bewegung 30.000 Menschen auf die Straße gebracht. Diesmal gehen die Organisatoren von weniger Teilnehmern aus, mehrere Tausend dürften es trotzdem werden. „Wir haben im Vorfeld nicht so stark mobilisiert wie im September“, sagt die Bremer Klimaaktivistin Frederike Oberheim. Dass die Bewegung an Wucht verliert, befürchtet sie trotzdem nicht. In Bremen jedenfalls bekommt Fridays for Future erstmals spürbare Unterstützung von den Studierenden und den Lehrkräften der Hochschulen.

Wer geht auf die Straße?

Neben den Students for Future wollen sich am Freitag auch jede Menge andere Organisationen dem Streik anschließen - von den Parents for Future über die Scientists for Future bis hin zu den Farmers for Future. Darüber hinaus beteiligen sich die Verdi Jugend, Aktivisten des Aktionsbündnisses "Ende Gelände", Greenpeace und BUND. Auch Menschen mit Handicap oder solche, die nicht mehr ganz so gut zu Fuß sind, können mitdemonstrieren. Für sie stellt die BSAG einen Bus zur Verfügung, der am Ende des Demonstrationszuges fährt. Auf der Bürgerweide soll der Bus dann zu einem Anlaufpunkt für Verletzte umfunktioniert werden, sagt BSAG-Sprecher Meier.

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