Neue Beregnungsanlage im Horner Park Wasser für die Rhododendren

Bremen. Die Verantwortlichen des Bremer Rhododendron-Parks sind zufrieden: Das neue Bewässerungssystem, das im vergangenen Winter installiert wurde, funktioniert einwandfrei. Über 1150 Meter neue Wasserleitungen sind verlegt worden.
15.09.2011, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Dania Maria Hohn

Bremen. Die Verantwortlichen des Bremer Rhododendron-Parks sind zufrieden: Das neue Bewässerungssystem, das im vergangenen Winter installiert wurde, funktioniert einwandfrei. Über 1150 Meter neue Wasserleitungen wurden verlegt, um die Rhododendren auch in Trockenperioden optimal bewässern zu können. Gesponsert wurde die Bewässerungsanlage von Hansewasser.

Wolfgang Klunker, Vorstand der Stiftung Bremer Rhododendron-Park, freut sich sehr über die Möglichkeiten, die sich durch die neue Bewässerungsanlage ergeben. Die "Rhodos", wie sie von den Mitarbeitern des Parks genannt werden, lieben ein feuchtes Klima. Das neue Bewässerungssystem kann die Pflanzen jetzt optimal und jederzeit mit ausreichend Wasser versorgen.

Ein großer Unterschied zur früheren Bewässerungsmethode: "Bis noch vor einem Jahr haben wir die Rhododendren mit Tankwagen und Traktoren bewässert, mit denen wir über das Gelände zu den Pflanzen gefahren sind", so Wolfgang Klunker. Die Gärtner haben Wasserschläuche zur Hilfe genommen, um die insgesamt 46 Hektar große Fläche zu bewässern. Ein riesiges Unterfangen. "Man kann sich das vorstellen wie Mutter mit der Gießkanne", sagt Wolfgang Klunker. Vor allem in Trockenperioden hatten die Mitarbeiter viel zu tun. "Es gab Zeiten, da haben die Gärtner sechs Wochen lang nur gewässert. Da blieb natürlich alles andere liegen", so Wolfgang Klunker. Die Spritkosten und der Arbeitsaufwand waren zudem immens für den Rhododendron-Park, sodass eine Alternative gesucht werden musste.

Dank des neuen Bewässerungsystems müssen nun lediglich die Anlagen aufgedreht werden, um die zweitgrößte Rhododendron-Sammlung der Welt zu bewässern. "Eine immense Arbeitserleichterung", sagt Cord Jürgens, der für die Gärtnerische Leitung im Bremer Rhododendron-Park zuständig ist.

Im Winter letzten Jahres wurden in einem sieben Hektar großen Teilstück des Parks insgesamt 1150 Meter neue Wasserleitungen verlegt. Ein Aufreißen der rund 1300 Kubikmeter Bodenfläche zur Installation der Leitungen blieb dem Rhododendron-Park glücklicherweise erspart. "Das wäre vor allem im Winter ein Riesen-Aufwand geworden", sagt Hartwig Schepker, Wissenschaftlicher Leiter des Parks. So wurden im schonenden Spülbohrverfahren bis zu neun Zentimeter dicke Druckleitungen im Untergrund eingebracht - ganz ohne offenes Bauverfahren. Die neuen Druckleitungen bringen das Wasser zu insgesamt elf neuen Zapfstellen, von wo aus große Regner das Wasser direkt auf die Pflanzenflächen verteilen. In diesem Frühjahr konnte die Anlage erstmals getestet werden, nachdem sie im vergangenen Jahr installiert worden war. Das neue Bewässerungssystem sei seitdem "komplett einsatzbereit".

Die Erfolge können sich die Besucher nun selbst ansehen, denn die Trockenperiode zu Ostern haben die wasserliebenden Pflanzen dank der Bewässerungsanlage gut überstanden. "Wie gut die optimierte Wasserversorgung für die Pflanzen ist, kann man an der kräftigen Bildung neuer Triebe und der gesunden Blattfarbe erkennen", so Cord Jürgens.

Die Kosten für das Bewässerungssystem übernahm das Unternehmen Hansewasser Bremen. Wolfgang Klunker ist sich sicher, ohne die Unterstützung von Hansewasser wäre dies nicht möglich gewesen: "Und wenn, dann zu Lasten anderer Dinge." Jörg Broll-Bickhardt, Geschäftsführer von Hansewasser Bremen, ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis: "Wir freuen uns, dass wir mit dieser Anlage für die künftigen Rhododendron-Blüten einen Beitrag leisten können." Im Vordergrund stehe Hansewasser die Unterstützung und Förderung einer wichtigen Einrichtung in Bremen. "Zudem machen wir hier etwas ökonomisch und ökologisch Sinnvolles", erklärt Broll-Bickhardt, "daher passt die Unterstützung des Rhododendron-Parks in unsere Firmenphilosophie einfach perfekt."

Cord Jürgens kann da nur zustimmen: "Wir sparen durch die neue Anlage nicht nur erhebliche Kosten, sondern erreichen auch die beste Voraussetzung für ein gutes Wachstum der Rhododendren und hoffentlich viele neue Blütenfarben."

Im Juni nächsten Jahres feiert der Rhododendron-Park Bremen sein 75-Jähriges Bestehen. Bis dahin soll noch ein weiterer Teil des Rhododendron-Parks ein neues Bewässerungssystem erhalten. "Wir hoffen, dass wir dann zur Blütezeit eine super Blüte haben werden", sagt der Wissenschaftliche Leiter, Hartwig Schepker.

Der Bremer Rhododendron-Park hat einen Pflanzenbestand von über 550 Rhododendron-Wildarten und circa 3200 verschiedene Rhododendron-Sorten. Seit 2009 ist der Bremer Rhododendron-Park im Besitz der "Stiftung Bremer Rhododendron-Park". Wer sich einmal selbst von der Vielfalt dieser Pflanzenart überzeugen möchte: Der Besuch im Bremer Rhododendron-Park ist kostenlos.

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