Wasserproben für die Wissenschaft

Die Vielfalt der Mikroorganismen in den deutschen Flüssen und Meeren erfassen und den menschlichen Einfluss auf die Kleinstlebewesen im Wasser besser verstehen, das möchten die Jacobs University und das Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie in Bremen. Dazu riefen sie im Jahr 2014 das Gemeinschaftsprojekt „My Ocean Sampling Day“ ins Leben.
22.06.2016, 00:00
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Wasserproben für die Wissenschaft

Wassertest Blumenthal Fähre Momentaufnahme der Mikroorganismen an deutschen Küsten

Christian Kosak

Die Vielfalt der Mikroorganismen in den deutschen Flüssen und Meeren erfassen und den menschlichen Einfluss auf die Kleinstlebewesen im Wasser besser verstehen, das möchten die Jacobs University und das Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie in Bremen. Dazu riefen sie im Jahr 2014 das Gemeinschaftsprojekt „My Ocean Sampling Day“ ins Leben. An diesem Dienstag nahmen insgesamt 1000 Teilnehmer bundesweit mithilfe eines sogenannten Sampling Kits, die von den Forschungseinrichtungen ausgegeben wurden, Wasserproben aus Nord- und Ostsee, Ems, Weser, Elbe und Oder sowie deren Zuflüssen. Die Teilnehmer hatten beispielsweise die Aufgabe, die Temperatur, den pH-Wert und den Salzgehalt des Gewässers zu messen. Eine weitere Wasserprobe ist für die mikrobielle Analyse bestimmt. Die Auswertung ihrer Proben können alle Teilnehmer Anfang 2017 auf der Seite www.my-osd.org/status nachlesen. „Es dauert drei Monate um die Erbinformationen der Mikroorganismen zu entschlüsseln“, sagt Frank Oliver Glöckner, Professor für Bioinformatik an der Jacobs University und dem Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie. Auch DIE NORDDEUTSCHE hat sich an der Aktion beteiligt. Praktikantin Malin Boemke entnahm eine Probe aus der Weser in der Nähe des Fähranlegers Blumenthal.

WK·FOTO: KOSAK

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