Anlage bei der Kita Entdeckerhaus im Technologiepark eingeweiht / Förderung auch vom Beirat Horn-Lehe

Wasserspielplatz begeistert alle Kinder

Das Außengelände der Kita Entdeckerhaus im Technologiepark der Universität hat eine neue Attraktion: Eine neue, große Wasserspiellandschaft zieht die Kinder aus der betriebsnahen Krippe und dem Kindergarten geradezu magisch an. Begeistert betätigen die Kinder die Pumpe, sodass das kleine Bächlein, das sich den Berg hinunterschlängelt, kräftig anschwillt.
28.06.2012, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Katja Nonnenkamp

Das Außengelände der Kita Entdeckerhaus im Technologiepark der Universität hat eine neue Attraktion: Eine neue, große Wasserspiellandschaft zieht die Kinder aus der betriebsnahen Krippe und dem Kindergarten geradezu magisch an. Begeistert betätigen die Kinder die Pumpe, sodass das kleine Bächlein, das sich den Berg hinunterschlängelt, kräftig anschwillt.

Horn-Lehe. "Wasser marsch!", ruft Gerd Eden laut und lässt Jago und Aliyah die Pumpe mit der großen roten Schleife betätigen. Eden ist im Vorstand der Kita Entdeckerhaus und fasst sich bei der offiziellen Eröffnung der neuen Wasserspiellandschaft ganz kurz – schließlich warten mehr als 50 Kinder im Alter von sechs Monaten bis sechs Jahren ungeduldig darauf, endlich ans Wasser zu dürfen.

Jago und Aliyah müssen zunächst ganz schön kräftig pumpen, aber dann geht es ganz leicht und das Wasser sprudelt den Berg hinunter. Am Bachlauf stehen die Kinder und planschen, werfen kleine Steinchen ins Wasser und matschen mit der Erde.

Das Erzieherteam um Leiterin Stefanie Schneider hat sich diese Wasserspiellandschaft ausgedacht. "Wir wollten etwas, mit dem schon die ganz Kleinen etwas anfangen können und so auch in Kontakt mit den Kindergartenkindern kommen." Wasser als fließendes Element verbindet nun die Kinder und lädt zum gemeinsamen Spielen ein. Die Gelder für dieses Projekt flossen aus dem Förderprojekt "Spielräume schaffen" vom Deutschen Kinderhilfswerk und der Bremer Jugendbehörde. Auch der Beirat Horn-Lehe gab etwas dazu, genauso wie der Trägerverein der Kindertagesstätte Technologiepark.

Die Landschaftsarchitektin Dörte van Bargen entwarf die Wasserspiellandschaft und hat mit dem Ergebnis genau ins Herz der Kinder getroffen. Obwohl es noch weitere Aktivitäten an diesem Nachmittag gibt, sitzen die Kinder nur am Wasser. Ganz Mutige schlittern sogar auf nackten Füßen den kleinen Bach hinunter. Es dauert nicht lange, da sind die ersten Popos nass, und besorgte Eltern schauen sich ratlos an, denn an Wechselkleidung hat kaum jemand gedacht. Aber die Kinder stört eine nasse Hose nicht. Die wird einfach ausgezogen, und auch in Unterhose kann man an diesem schönen Tag weiter planschen.

Im Entdeckerhaus werden vier Krippen- und zwei Kindergartengruppen betreut. "Wir haben nur sechs Tage im Jahr geschlossen, das ist schon ein großer Vorteil unserer Einrichtung", erklärt Stefanie Schneider. Träger der Einrichtung ist der Verein "Kindertagesstätte Technologiepark", der an der Universität die betriebsnahe Kinderbetreuung anbietet.

Wasser ist bei den Kindern im Entdeckerhaus schon lange ein großes Thema, denn einmal in der Woche kommen Erzieherschüler aus dem Schulzentrum an der Delmestraße aus der Neustadt, um mit den Kindern und den ausgebildeten Pädagogen zusammen zu experimentieren und das Element Wasser zu erfahren.

Am Wasserlauf ist es derweil etwas ruhiger geworden. Die Kinder haben sich an die anderen Spielstationen verteilt, die die Erzieherinnen rund um das Thema Wasser aufgebaut haben. Es gibt Wasserbombenweitwurf, Fische angeln und Schüttelgläser basteln. Um den Hals tragen die Kinder einen Fisch aus Pappe, und bei jeder absolvierten Station dürfen sie eine Schuppe des Fisches bunt ausmalen.

Der Dreijährige Claas wirft aber noch begeistert Steine in eine tiefere Stelle an der Wasserspiellandschaft. "Ich finde das total cool hier, da kann man richtig gut spielen", sagt er. Auch die gleichaltrige Emma kann sich nicht von der neuen Attraktion lösen. Sie kann die Pumpe schon ganz alleine kräftig ziehen und drücken und freut sich, dass so viel Wasser auf einmal herauskommt. "Das macht viel Spaß", sagt Emma und widmet sich wieder der Pumpe und dem Wasserlauf. Schon lange Zeit, bevor die Wasserspiellandschaft eingeweiht wurde, war es für die Kinder jeden Tag aufs Neue spannend, wenn die großen Bagger kamen, um den Hügel aufzuschütten.

Am Abend vor der Eröffnung schaute sich Gerd Eden mit einem Vorstandkollegen noch einmal das Gelände an und überprüfte die Funktion der Pumpe. "Wir haben dann aber erstmal einen Staudamm gebaut", erzählt er und lacht. Wasser hat nun mal nicht nur auf Kinder eine große Anziehungskraft.

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