Jeanne-Marie Ehbauer wird Baustadträtin in Bremerhaven

Weg frei für Baustadträtin

Bremen. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) hat keine Einwände gegen die Besetzung der Stelle des Baustadtrats in Bremerhaven mit der Architektin Jeanne-Marie Ehbauer.
31.01.2014, 00:00
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Von WESER-KURIER

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) hat keine Einwände gegen die Besetzung der Stelle des Baustadtrats in Bremerhaven mit der Architektin Jeanne-Marie Ehbauer. Sie war bereits im Sommer 2013 von der Stadtverordnetenversammlung gewählt worden, konnte das Amt jedoch wegen der Klage einer unterlegenen Bewerberin bislang nicht antreten. Das OVG wies nun die Beschwerde der Konkurrentin gegen einen Beschluss des Verwaltungsgerichts ab, das Wahl und Ausschreibung für rechtens befunden hatte.

Nach Ansicht der unterlegenen Bewerberin fehlt Ehbauer Leitungserfahrung im Bau- und Verwaltungsbereich. Außerdem sei der Vertraulichkeitsgrundsatz verletzt worden, weil der grüne Fraktionschef die Telefonnummern der Bewerber genutzt habe, um eine öffentliche Kandidatenvorstellung bei den Grünen vorzubereiten.

Das Gericht sah dies anders: Bei der Festlegung des Anforderungsprofils habe der Dienstherr einen Ermessensspielraum, sofern er sich nicht von sachfremden Erwägungen leiten lasse. Die Stadt habe sich deshalb durchaus dafür entscheiden können, dass die geforderte mehrjährige Leitungserfahrung auch in fachfremden Bereichen erworben wurde, so das OVG. In der Weitergabe der Telefonnummern sah das Gericht keine Benachteiligung der unterlegenen Bewerberin. Sie habe auch nicht glaubhaft machen können, dass mit dem öffentlichen Vorstellungsgespräch, an dem sie teilnahm, die Chancengleichheit verletzt werde. Die Stelle könne deshalb mit Ehbauer besetzt werden.

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