Zucker-Club in der Überseestadt Weg für Club im Bunker ist frei

Die Stadtbürgerschaft hat den Bebauungsplan für den Hochbunker an der Hans-Böckler-Straße beschlossen. Zucker e.V. will dort einen Clubraum einrichten. Der Verkauf ist umstritten.
19.06.2018, 18:46
Lesedauer: 1 Min
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Weg für Club im Bunker ist frei
Von Sabine Doll

Die Bürgerschaft hat am Dienstag den Bebauungsplan für einen Club im Hochbunker an der Hans-Böckler-Straße beschlossen. Nach dem Senat hatte in der Vorwoche auch die Wirtschaftsdeputation dem Verkauf an das Kulturkollektiv Zucker e.V. zugestimmt. Neben einem Clubraum sollen dort Werkstätten und Ateliers entstehen. Die für Subkultur zuständige Sprecherin der Grünen-Fraktion, Kai Wargalla, sagte: "Für Bremen ist das Zucker-Zentrum ebenso ein Riesengewinn wie für die Überseestadt." Ohne attraktive Angebote verliere Bremen den Wettbewerb um kreative Köpfe.

Der Verkauf des Bunkers ist umstritten; abweichend vom üblichen Ausschreibungsverfahren wird er für 240 000 Euro direkt an den Verein verkauft. Der Bürgerschaftsabgeordnete der CDU, Jens Eckhoff, hatte kritisiert: Es fehlten Parkplätze sowie Rettungs- und Fluchtwege. Der Lärm der Club-Gäste, die sich auch draußen aufhielten, würde Lkw-Fahrer stören, die in der Nähe übernachten müssten. Kritik hatte auch der Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, Arnold Knigge, geäußert: Es sei unverständlich, warum der Senat für Zucker von Ausschreibungsvorschriften abweiche, während er bei der Vergabe städtischer Flächen für Kita-Bauten daran festhalte.

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