Ablagerungen an der Spritzenkanüle entdeckt

Moderna-Impfungen im Impfzentrum Bremen verschoben

Am Impfzentrum müssen Moderna-Impfungen vorerst ausgesetzt werden. Beim Aufziehen des Impfstoffs sind Ablagerungen an der Spritzenkanüle entdeckt worden. Nun wird geprüft, ob das Vakzin beschädigt wurde.
11.05.2021, 16:57
Lesedauer: 1 Min
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Von Jan-Felix Jasch
Moderna-Impfungen im Impfzentrum Bremen verschoben

Im Bremer Impfzentrum mussten Moderna-Impfungen verschoben werden.

Christian Walter

Am Bremer Impfzentrum werden Moderna-Impfungen vorerst ausgesetzt. Bei Routinekontrollen sind beim Aufziehen des Impfstoffs Ablagerungen an der Spritzenkanüle entdeckt worden. Die betroffenen Chargen von Moderna wurden zunächst zurückgestellt, teilte die Pressestelle des Senats mit. Insgesamt sind knapp 6000 Dosen betroffen.  Impfungen mit Impfstoff aus den betroffenen Chargen hätten bisher nicht stattgefunden, heißt es. 

Erstmals sind am Freitag im Impfzentrum Ablagerungen beim Aufziehen des Moderna-Impfstoffs festgestellt worden. Diese treten auf, wenn der Impfstoff aus den Ampullen in die Spritzen aufgezogen wird. Um auszuschließen, dass der Impfstoff dadurch beschädigt wird, wurde eine Probe an den Produzenten Moderna zur Begutachtung geschickt.

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Alle Moderna-Zweitimpfungen im Impfzentrum am Wochenende sowie am Montag und Dienstag mussten um eine Woche verschoben werden. Die Zweitimpfungen befinden sich dadurch immer noch im zugelassenen Abstand zur Erstimpfung. Alle Erstimpfungen, sowie die geplanten Impfungen in Gröpelingen, können mit dem Impfstoff von Biontech durchgeführt werden. Um diese Impfungen sicherstellen zu können, hat das Bundesministerium für Gesundheit kurzfristig 4800 Dosen Biontech zur Verfügung gestellt. Bereits am Freitag wurden das Paul-Ehrlich-Institut, das Bundesministerium für Gesundheit sowie der Hersteller über die Ablagerungen informiert. Am Wochenende sind umfangreiche betriebsinterne Kontrollen erfolgt. Dadurch kann ausgeschlossen werden, dass es sich um ein betriebsinternes Problem handelt. 

Zur Sache

Das Aufziehen des Impfstoffs findet im Impfzentrum zu jeder Zeit im vier-Augen-Prinzip statt, zwei pharmazeutische Fachkräfte kontrollieren sowohl Impfstoff als auch Impfbesteck bei jedem Arbeitsschritt. 

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