Die schönsten Fotos des Karnevals 2012 sind im Kafé Lagerhaus zu sehen Wein und Erde als Preise

Im Kafé Lagerhaus hat der Samba Karneval schon begonnen: Die schönsten Fotos des Karnevals von 2012 werden in einer Ausstellung in der Schildstraße gezeigt.
16.02.2014, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Edwin Platt

Im Kafé Lagerhaus hat der Samba Karneval schon begonnen: Die schönsten Fotos des Karnevals von 2012 werden in einer Ausstellung in der Schildstraße gezeigt.

Im Dirndl hat man Janine Jaeggi in Bremen selten gesehen. Für den Samba Karneval unter dem Motto „Heimat“ ist die gebürtige Schweizerin in eine Tracht geschlüpft, und spätestens als die Musik erklingt, ist allen im Kafé Lagerhaus klar, dass die Sambistas wieder los sind. Die schönsten Fotos des vergangenen Jahres sind in der Schildstraße ausgestellt.

„Heimat“ lässt Janine Jaeggi auch an ihre Wurzeln denken. „Der Schweizer Karneval hat viel mit Masken zu tun“, sagt sie. „In Zürich ist es ein Künstlerkarneval, ein Karneval auf der Straße. Das begeistert mich.“ Jaeggi ist seit den Anfängen, seit 29 Jahren, Bremer Karnevalsaktivistin und gehört mit ihrem Mann Martin Sasse zum Kernteam der Initiative Bremer Karneval.

„Die Fotografen aus Düsseldorf und Berlin sind nicht angereist“, verkündet Martin Sasse nach dem ersten Samba. Schnappschüsse zieren alle Wände des Cafés, grellbunte Kostüme, lachende Gesichter, Szenen ausgelassener Lebensfreude, auch vergängliche Momente von Peinlichkeiten.

Auch die erste hiesige Fotografin, die eine Anerkennung für eingereichte Fotos bekommen soll, ist nicht zur Siegerehrung gekommen. „Schade, sie hätte ein Stück Sahara und einen seltenen Sahara-Tiger bekommen“, sagt Martin Sasse. Aber der nächste ist da. Werner Berger betritt die Bühne, steht im Rampenlicht und nimmt seinen Gewinn entgegen: „ein Stück Transsilvanien mit einem Knoblauchacker“.

In kleinen Beuteln aus Zellophan bekommen die Siegerinnen und Sieger angebliche Erde aus aller Herren Länder mit einem Symbol dazu, das so wenig ernst gemeint ist, wie der Pinguin im geschmolzenen Nordpoleis, den es in Wirklichkeit am Südpol gibt. Insgesamt stammen die Fotografien von 18 Fotografinnen und Fotografen, Michael Brose, einer von ihnen, zückt wie im Triumph seine Pocket.

„Anita Kapahnke, es ist was schiefgelaufen. Du solltest den Bremer Marktplatz bekommen, aber beim Buddeln sind wir im Ratskeller gelandet“, sagt Martin Sasse. „Wir haben dir die teuerste Flasche mitgebracht!“ Anita Kapahnke bedankt sich für das kleine Fläschchen Dornfelder, auf dem fett 150000 steht. „Bei uns vibriert es, wenn der Karneval durchzieht, und die Stelzenläufer sind sooo toll“, sagt die Viertelbewohnerin. Sonst sei sie kein Karnevalfan, aber sie habe schon einmal mit ihrer Fotogruppe eine Reportage über die Stelzenläufer und über Kostüme gemacht. Selbst kostümiert mitzulaufen, kann sie sich nicht vorstellen, aber, sagt sie: „Es ist ein schönes Event für Norddeutschland, das man hier nicht vermutet. Es sollte mehr Sponsoren geben, zum Beispiel für Schokolade zum Werfen. Die Kostüme sind schon teuer, und die vom Verein tun so schon genug.“

Das Programm des 29. Bremer Samba-Karnevals am Freitag und Sonnabend, 21. und 22. Februar, liegt im Lagerhaus und vielerorts aus und ist unter www.bermer-karneval.de veröffentlicht. Die Initiative Bremer Karneval sitzt im Kulturzentrum Lagerhaus, Schildstraße 12-19, und hat die Telefonnummer 70 10 00 80.

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