Bremen-Hohweg

Weitere Halle geplant

Nachdem sich die Menschen in Woltmershausen und Oslebshausen gegen eine Biomüll-Umschlaganlage gewehrt hatten, laufen nun die Vorbereitungen für eine solche Anlage am Fahrwiesendamm.
11.07.2018, 20:20
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Weitere Halle geplant
Von Anne Gerling

Hohweg. Mit großem Interesse hatte der Waller Beirat in den vergangenen Wochen die Diskussion um die von Abfallentsorger Remondis an der Windhukstraße in Oslebshausen geplante Biomüll-Umschlaganlage verfolgt – umso mehr, seit Mitte April Gröpelinger Beirat, Oslebshauser Anwohner und einige der am Industriehafen ansässigen Wirtschaftsbetriebe die Idee ins Spiel gebracht hatten, weiterhin das Grundstück bei der Blocklanddeponie am Fahrwiesendamm als Umschlagplatz zu nutzen, auf dem auch bislang Bremens Bioabfall verarbeitet wird.

„Wenn eins zu eins einfach das übernommen wird, was dort jetzt passiert, dann ist das in Ordnung. Aber falls Nehlsen sich vergrößert, dann möchten wir schon vorab Einzelheiten wissen", hatte dies Mitte April der Waller Beiratssprecher Wolfgang Golinski (SPD) kommentiert.

In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause hatte der Fachausschuss „Bau, Umwelt und Verkehr“ des Waller Stadtteilbeirats das Thema schließlich auf seiner Tagesordnung. Dort berichteten Umweltstaatsrat Ronny Meyer, Nehlsen-Geschäftsführer Hans-Dieter Wilcken und Volker Ernst von der Kompostierung Nord GmbH, was konkret geplant ist.

Vier Lkw mit einem Fassungsvermögen von je 25 Tonnen sollen demnach täglich rund 100 Tonnen Biomüll zum Nehlsen-Gelände bringen. Bis Ende September wird dieser Abfall dort wie bislang kompostiert; zum 1. Oktober ist dann eine Umstellung des Verfahrens geplant. Für den Umschlag soll auf dem Gelände neben der bislang genutzten Halle eine weitere Halle mit Rolltor und Absauganlage gebaut werden, eine entsprechende Genehmigung durch die Umweltbehörde steht noch aus. Sobald die Müllwagen ihre Fracht dort abgeladen haben, soll der Müll auf große Lkw umgeladen und unmittelbar zu der neuen Vergärungsanlage in Bohmte bei Osnabrück transportiert werden.

Um den Transport wird sich die Firma Nehlsen kümmern, die außerdem ihre Kompostierungsanlage weiter nutzen möchte. Konkret bedeutet diese Methode, die die Waller Ortspolitiker nun zur Kenntnis nahmen, für ihren Stadtteil in Zukunft etwas mehr Verkehr, der hoffentlich direkt über die Autobahn geleitet werden kann. Sehr bewusst ist den Wallern dabei, dass sie hier eine gesamtstädtische Aufgabe erfüllen. Im Gegenzug erhoffen sie sich an anderer Stelle Entlastung für ihren Stadtteil.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+