Interessenten für Wohnprojekt gesucht

Weitere Interessenten für Mehrgenerationenprojekt gesucht

Mehrgenerationenprojekte liegen im Trend. Die Initiatoren des Bauprojektes „Wohnwerk fk/4“ im Hulsberg-Viertel suchen nun in einer Info-Veranstaltung am 31. Januar weitere Interessenten.
12.01.2019, 06:12
Lesedauer: 2 Min
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Weitere Interessenten für Mehrgenerationenprojekt gesucht
Von Sigrid Schuer
Weitere Interessenten für Mehrgenerationenprojekt gesucht

Ein Ortsteil mit viel Zukunft: Beim Bauprojekt „Wohnwerk fk/4“ sollen in einem Haus mit 25 barrierefreie Wohnungen an der Friedrich-Karl-Straße entstehen.

studio b bremen

Hulsberg. Das Mehrgenerationenprojekt „Wohnwerk-fk-4“ geht in die nächste Runde. Die Initiatoren laden nun am Donnerstag, 31. Januar, um 19.30 Uhr, Interessierte aller Altersgruppen zu einer Informations-Veranstaltung ein. Wer teilnehmen möchte, sollte sein Interesse per E-Mail an info@wohnwerk-fk4-bremen.de bekunden. Der Treffpunkt wird dann per Mail genannt.

Gerda Frommeyer gehört zu den Initiatoren des Bauprojekts „Wohnwerk fk/4“, das in einem Haus mit 25 barrierefreien Wohnungen an der Friedrich-Karl-Straße verwirklicht werden soll. Das Bauprojekt ist als Mehrgenerationenprojekt konzipiert, derzeit ein verbreiteter Trend.

Nun werden nicht mehr nur junge Leute und Familien für dieses Projekt gesucht, sondern auch Interessenten aller Altersgruppen. „Als junge Familie hätten mein Mann und ich uns sehr gewünscht, die Großeltern vor Ort gehabt zu haben“, sagt Mitiniatorin Gerda Frommeyer. „Zum Glück hatten wir damals gleichgesinnte Familien um uns herum, mit denen wir gemeinsam den Alltag bewältigen konnten.“

Verlässliche Ansprechpartner zu haben, Unterstützung zu bekommen, das sei das Ideal einer Großfamilie, einer Dorfgemeinschaft. „Das soll nun Realität eines Wohnprojektes werden, deren Mitglieder man sich sogar selber aussucht“, ergänzt Gerda Frommeyer. So manche junge Familie hätte sich bereits für das Projekt entschieden, betont die Initiatorin, die selbst Mieterin in einem Bremer Haus mit steilen Treppen ist.

„Die Erfahrung mit dem Alt-Werden meiner Mutter hat mir gezeigt, wie wichtig Mobilität und Kommunikation im Alter wird“, betont sie. Eine erfahrene Architektin habe nach Interessentinnen und Interessenten für dieses Projekt Ausschau gehalten und so habe sich über Mund-zu-Mund-Propaganda eine Kerngruppe gebildet. „Ein Haus mit 25 Wohneinheiten zu bauen – das bedarf sehr vieler Vorarbeiten. Wir wünschen uns ein Zusammenleben, bei dem sich alle mit ihren Möglichkeiten und Interessen einbringen können.“

Erfahrungen zeigten jedoch, dass Familien mit kleinen Kindern kaum Zeit hätten, sich in dieser Phase intensiv am Projektaufbau zu beteiligen. Deshalb habe sich vor zwei Jahren eine Kerngruppe zusammengeschlossen, die über 50 Jahre alt sei, die sich regelmäßig treffe und mit Unterstützung von Architektur-, Finanz- und Rechtsberatung plane, sagt Gerda Frommeyer. Entstehen soll zusätzlich zu den 25 barrierefreien Wohnungen ein Gemeinschaftsraum mit einem großen Hof.

„In diesem Jahr soll endlich das Baugruppengrundstück auf dem Hulsberg-Gelände ausgeschrieben werden und die Entscheidung fallen, wer den Zuschlag dafür bekommt. Als Baugruppe haben wir den Vorteil, dass wir nicht in einen Bieterwettbewerb um das Baugemeinschafts-Grundstück an der Friedrich-Karl-Straße 4 treten müssen“, resümiert die Mitinitiatorin. Eine sozial gemischte Wohngruppe zu werden, das werde aber wohl nur in Ansätzen gelingen, weil das Hulsberg-Konsortium einen sehr hohen Grundstückspreis festgelegt habe. „Wir werden unser Wohnprojekt rein privat fianzieren. Wenn wir genügend finanzstarke Mitglieder finden oder sozial engagierte Sponsoren, möchten wir gern mehr als zwei B-Schein-Wohnungen realisieren“, betont Gerda Frommeyer.

Anmeldungen für das Treffen per E-mail an info@wohnwerk-fk4-bremen.de. Der Treffpunkt wird dann bekannt gegeben. Weitere Informationen im Internet unter wohnwerk-fk4-bremen.de.

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